Doppelte Enttäuschung für VfB-Star Mittelstädt
Für Maximilian Mittelstädt (29) war der vergangene Donnerstag ein Tag voller Rückschläge und Frustration. Der Stuttgarter Profi musste gleich zwei schmerzhafte Niederlagen einstecken, die seine aktuelle Situation beim VfB und in der Nationalmannschaft deutlich machen.
Von Nagelsmann übergangen und in Porto gescheitert
Zuerst die bittere Nachricht vom Bundestrainer: Julian Nagelsmann (38) nominierte den erfahrenen Linksverteidiger nicht für die anstehenden Länderspiele. Doch damit nicht genug – nur Stunden später folgte das Europa-League-Aus mit dem VfB Stuttgart in Porto (0:2). Das Besondere: Mittelstädt musste dabei erstmals in seiner Karriere als Rechtsaußen auflaufen, weit entfernt von seiner gewohnten Position als Linksverteidiger.
Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß (43) erklärte die ungewöhnliche taktische Entscheidung: „Unsere Idee war, dass wir mit Maxi eine defensivere Komponente auf unserer rechten Seite bekommen. Wir wollten Porto auseinanderziehen, indem Maxi nach innen zieht. Das ist gut aufgegangen.“
Fremdeln in neuer Rolle
Doch die Theorie stieß in der Praxis schnell an ihre Grenzen. Mittelstädt hatte von Beginn an massive Probleme, mit den schnellen und technisch versierten Porto-Profis auf seiner rechten Seite zurechtzukommen. Nach einer Stunde Spielzeit wurde er schließlich ausgewechselt und erhielt von der BILD-Zeitung die schlechte Note 5.
Sportdirektor Fabian Wohlgemuth sah den Einsatz dennoch differenziert: „Maxi hat das getan, was er immer tut: Viel laufen, viele Zweikämpfe führen. Im Verlauf des Spiels hat er sich immer besser an die Position gewöhnt und es ordentlich gemacht.“
Schweigen nach dem Doppelschlag
Mittelstädt selbst wollte nach dem enttäuschenden Abend nicht mit der Presse sprechen. Sein Sportboss äußerte sich hingegen deutlich zur Nicht-Nominierung für die Nationalmannschaft: „Maxi war in der jüngeren Vergangenheit oft bei der DFB-Elf dabei. Dass er nach der Nicht-Nominierung enttäuscht war, ist total nachvollziehbar und passt zu meinem Bild eines ambitionierten Profis. Er wird das verarbeiten.“
Ungewisse Zukunft in Stuttgart
Diese Verarbeitung wird für den gebürtigen Berliner entscheidend sein, um sowohl beim VfB als auch in der Nationalelf wieder eine wichtige Rolle zu spielen. Unter Trainer Hoeneß saß Mittelstädt zuletzt häufiger auf der Bank – eine Entwicklung, die sich durch mögliche Neuverpflichtungen noch verschärfen könnte.
Medienberichten zufolge zeigt Stuttgart Interesse am portugiesischen U21-Nationalspieler Flavio Nazinho (22) von Cercle Brügge. Nach Informationen der BILD-Zeitung ist diese Spur aktuell jedoch nicht besonders heiß. Dennoch zeigt die Gerüchteküche, dass Mittelstädts Stammplatz im VfB-Kader keineswegs gesichert ist.
Der Donnerstag hat deutlich gemacht: Maximilian Mittelstädt steht an einem Wendepunkt seiner Karriere. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob er die doppelte Enttäuschung in Motivation umwandeln kann oder ob sich seine schwierige Phase beim VfB Stuttgart weiter fortsetzt.



