Eine Entscheidung nach Videobeweis beim ersten WM-Auftritt von Titelanwärter Frankreich sorgt für Rätsel. Der für Frankreichs Superstar Kylian Mbappé nicht gegebene Strafstoß beim 3:1 gegen Senegal sorgt auch nach dem Schlusspfiff für Unverständnis.
Müller: „Ein absolutes Rätsel“
„Das ist einfach nur ein astreines Foul. Es ist für mich ein absolutes Rätsel, ja skandalös, dass es keinen Elfmeter gibt“, sagte der deutsche Ex-Weltmeister Thomas Müller als Experte bei MagentaTV zur vieldiskutierten Szene im ersten Gruppenspiel des Weltmeisters von 2018.
Die Szene in der 58. Minute
In der 58. Minute war Mbappé in vollem Lauf nach einer Grätsche von Senegal-Star Sadio Mané im gegnerischen Sechzehner zu Boden gegangen, bekam aber keinen Elfmeter. Nicht mal, nachdem der im Iran geborene australische Schiedsrichter Alireza Faghani vom Video-Assistenten zum Check an den Bildschirm geschickt worden war. Auf den TV-Bildern war eine Berührung zu sehen.
Irreführende Geste und Ansage des Referees
Der Unparteiische sorgte nach dem Check zudem dafür, dass durch seine missverständliche Geste und kaum verständliche Ansage die Spieler, die Zuschauer im Stadion und Fernsehzuschauer erst mal rätselten, was nun seine endgültige Entscheidung gewesen war.
Patrick Ittrich: „Einfach nur Foul, Strafstoß, fertig“
Auch der langjährige Bundesliga-Referee Patrick Ittrich sagte bei MagentaTV: „Er schneidet ihm den Weg ab, der trifft ihn auch. Einfach nur Foul, Strafstoß, fertig. Das Announcement war für mich nicht eindeutig. Er wollte wahrscheinlich Abstoß anzeigen.“ Das Vorgehen des Spielleiters in dieser Szene sei „ein bisschen irreführend“ und „nicht so glücklich gelaufen“.
Hintergrund zum Schiedsrichter
In einer früheren Version des Artikels hieß es, dass Schiedsrichter Alireza Faghani ein iranischer Schiedsrichter sei. Korrekt ist, dass er im Iran geboren ist, seit 2024 aber die australische Staatsbürgerschaft hat.



