Nagelsmann sorgt für Klarheit: Rüdiger startet gegen Schweiz auf der Bank
Bundestrainer Julian Nagelsmann hat am Donnerstag vor dem Länderspiel gegen die Schweiz in Basel für klare Verhältnisse gesorgt. Der 33-jährige Antonio Rüdiger, der nach einer Oberschenkelverletzung in den DFB-Kader zurückgekehrt ist, wird am Freitagabend nicht in der Startformation stehen. Stattdessen setzt Nagelsmann auf das eingespielte Innenverteidiger-Duo Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck.
Eingespieltes Duo behält Vorrang
Nagelsmann begründete seine Entscheidung gegenüber der BILD-Zeitung mit den Worten: „Wir werden morgen mit Jona und Schlotti beginnen.“ Der Trainer betonte, dass Rüdiger sich trotz seiner Rolle außerordentlich engagiert habe, verwies aber auf die Kontinuität in der Abwehr: „Generell wechselst du als Trainer nicht ständig deine Innenverteidigung.“
Der Bundestrainer machte deutlich, dass Tah und Schlotterbeck sich ihren Platz in der Startelf erarbeitet hätten und vorerst zusammenbleiben werden. „Solange die anderen beiden stabil bleiben, ist das jetzt erstmal so“, erklärte Nagelsmann. Gleichzeitig hob er die Bedeutung Rüdigers für das Team hervor und ließ durchblicken, dass der erfahrene Verteidiger in weiteren Spielen durchaus von Beginn an zum Einsatz kommen könnte.
Überraschende Offenheit bei Personalentscheidungen
In ungewöhnlicher Detailfreudigkeit gab Nagelsmann nicht nur die Abwehr-, sondern auch weitere Personalien bekannt. In der Doppelsechs werden Leon Goretzka und Angelo Stiller agieren. Besonders bemerkenswert: Kai Havertz, der seit November 2024 kein Länderspiel mehr bestritten hat, wird sofort wieder in der Anfangsformation stehen.
„Kai wird beginnen. Er war lange weg, wir wollen ihm die Minuten geben. Er braucht auch den Rhythmus bei uns“, begründete der Bundestrainer seine Entscheidung. Auf die Frage nach dem Charakter des Spiels gegen die Schweiz antwortete Nagelsmann knapp mit „Einspielen“ – ein deutliches Signal, dass es ihm vor allem um die Vorbereitung auf das anstehende WM-Jahr geht.
Rüdiger bleibt wichtige Figur im DFB-Team
Trotz seiner vorläufigen Rolle als Ergänzungsspieler betonte Nagelsmann die Bedeutung Antonio Rüdigers für die Nationalmannschaft. Der Real-Madrid-Verteidiger hatte sich nach seiner Verletzungspause konsequent in den Dienst der Mannschaft gestellt und signalisiert, unabhängig von seiner Spielzeit voll einsatzbereit zu sein.
Nagelsmann zeigte sich überzeugt von der Einstellung des 33-Jährigen: „Ich habe es ja bereits gesagt, dass er sich extrem committed hat mit allem, was dazugehört, unabhängig von seiner Rolle.“ Diese Haltung könnte Rüdiger in der weiteren Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft wieder in die Startelf bringen, insbesondere wenn Verletzungen oder Formschwankungen bei den aktuellen Stammspielern auftreten sollten.
Das Länderspiel gegen die Schweiz am Freitagabend in Basel (20.45 Uhr) markiert den Auftakt ins WM-Jahr 2026 für die deutsche Nationalmannschaft. Mit seiner klaren Kommunikation und frühzeitigen Personalentscheidungen schafft Nagelsmann Planungssicherheit für sein Team – eine Strategie, die in der heißen Phase der WM-Vorbereitung von besonderer Bedeutung sein wird.



