Neuer schwört Team auf Kraftakt ein
Manuel Neuer hat sein Team vor dem zweiten WM-Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste auf einen Kraftakt eingeschworen. Der 40-jährige Torhüter betonte die Bedeutung von Energie und Power gegen die schnellen Stürmer des Gegners. Neuer steht vor einem besonderen Meilenstein: Mit seinem 21. WM-Einsatz würde er zum alleinigen Rekordtorwart der WM-Geschichte aufsteigen.
WM-Novum für Neuer möglich
Bereits ein Sieg gegen die Ivorer würde Deutschland vorzeitig ins Achtelfinale bringen. Dies wäre ein Novum für Neuer, der bei seinen vorherigen WM-Teilnahmen nie so früh die K.o.-Runde erreicht hat. „Ja, das ist natürlich unser Ziel. Ich glaube, wir haben alles in der eigenen Hand“, sagte Neuer. Die DFB-Elf zeigte sich zuletzt mit zehn Siegen in Serie selbstbewusst.
Gefahr durch schnelle Stürmer
Besonders die temporeichen Angreifer der Elfenbeinküste wie Yan Diomande (RB Leipzig), Bazoumana Touré (TSG Hoffenheim) und Nicolas Pepe bereiten Sorgen. Antonio Rüdiger bezeichnete sie als „D-Züge“. Neuer appellierte an die Restverteidigung: „Wichtig wird sein, in den Umschaltmomenten gerade auf den zweiten Ball diese Duelle zu gewinnen.“
Nagelsmanns Herausforderung
Bundestrainer Julian Nagelsmann suchte während des Trainings Ablenkung, stellte sich selbst ins Tor und wirkte nachdenklich. Die Statistik spricht gegen Linksverteidiger Nathaniel Brown, der gegen Diomande in der Bundesliga viermal als direkter Gegenspieler traf. Dennoch zeigte sich Rüdiger optimistisch: „Wir werden Fehler machen, das ist ganz normal. Aber wenn wir gut positioniert sind, können wir auch weiter oben Ballgewinne haben und direkt angreifen.“
Bedeutung eines Sieges
Ein Sieg wäre nicht nur für den Gruppensieg wichtig, sondern würde auch weite Reisen als Gruppendritter vermeiden. Eine Niederlage hingegen könnte den erhofften Gruppensieg gefährden und das letzte Gruppenspiel gegen Ecuador zum Zitterakt machen. Die Temperaturen in Toronto sind mit knapp über 20 Grad Celsius angenehm, sodass Hitze kein Thema ist.



