Feuer-Experiment in Vorschule endet im Chaos
In der italienischen Gemeinde Castel di Lama in der Region Marken ist ein Feuer-Experiment in einem Kindergarten fürchterlich schiefgegangen. Ein Junge und ein Mädchen, beide fünf Jahre alt, erlitten schwere Verbrennungen, als bei einer Vorführung eine Stichflamme die Kinder erfasste. Die beiden Verletzten wurden mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.
Das Experiment, bekannt als „Feuerschlange“, sollte eigentlich beeindrucken: Dabei werden Zucker und Backpulver mit Ethanol entzündet, woraus sich eine große, schwarze Schlange bildet. Doch die Verantwortlichen verwendeten zu viel Alkohol und hielten nicht genügend Abstand zu den Kindern, was zur Katastrophe führte.
Ermittlungen wegen schwerer Körperverletzung
Die Staatsanwaltschaft Ascoli hat Ermittlungen wegen schwerer Körperverletzung aufgenommen. Noch ist unklar, gegen wie viele Verdächtige ermittelt wird. Nach bisherigen Erkenntnissen waren zum Zeitpunkt des Unglücks vier Pädagogen mit den Kindern im Raum. Alle Beteiligten werden befragt. Der Kindergarten blieb am Donnerstag geschlossen.
Panik und Rettungsaktion
Die Stichflamme löste Panik aus. Laut der Tageszeitung „Il Resto del Carlino“ fingen die Haare des Mädchens Feuer. Eine Erzieherin rannte mit ihr aus dem Raum, während andere versuchten, den Brand mit Wasser zu löschen. Die beiden Kinder wurden zunächst mit dem Hubschrauber ins Kinderkrankenhaus Salesi in Ancona geflogen. Am Mittwochabend wurden sie ins Zentrum für Schwerbrandverletzte in Cesena verlegt, wo sie nun behandelt werden.
Der Zustand der beiden Vorschüler ist ernst, aber nicht lebensbedrohlich. Die genauen Umstände des Unglücks werden weiterhin untersucht.



