TSG Neustrelitz träumt vom Pokal-Coup gegen Regionalligist Greifswalder FC
Neustrelitz träumt vom Pokal-Coup gegen Greifswalder FC

Neustrelitz träumt von Pokal-Überraschung gegen Regionalligisten

Mit viel Selbstvertrauen und einer beeindruckenden Serie von fünf Ligaspielen ohne Niederlage geht der Fußball-Oberligist TSG Neustrelitz in das Viertelfinale des Landespokals. Am Sonntag empfängt die Mannschaft im heimischen Parkstadion den Regionalligisten Greifswalder FC, der als klarer Favorit in die Mecklenburgische Seenplatte reist. Trotz des vermeintlichen Kräfteungleichgewichts glaubt TSG-Trainer Thomas Franke fest an die Chance seines Teams, weiterzukommen.

Favoritenrolle und aktuelle Form der Kontrahenten

Thomas Franke betont zwar den Qualitätsvorsprung des Gegners aus der vierten Liga, verweist aber gleichzeitig auf die schwierige Saison des Greifswalder FC. Der Regionalligist steckt aktuell im Kampf um den Klassenerhalt und musste erst am Mittwoch eine 1:3-Heimniederlage gegen den 1. FC Magdeburg II hinnehmen. „Gerade nach dieser Niederlage wird Greifswald im Pokal anders auftreten wollen“, analysiert der Neustrelitzer Trainer die psychologische Ausgangslage.

Für die TSG spricht die derzeitige Form: In der Oberliga stellt das Team die zweitbeste Abwehr der Liga. „Wir verteidigen zurzeit sehr gut. Die Jungs sind gefestigt, lassen sich auch bei einem Gegentor nicht gleich aus der Ruhe bringen“, erklärt Franke, der diese defensive Stabilität als Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Pokalspiel ansieht.

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Personelle Herausforderungen für beide Teams

Allerdings muss Neustrelitz auf einen wichtigen Offensivspieler verzichten: Torjäger Manuel Härtel, der in dieser Saison bereits 16 Tore erzielt hat, fehlt wegen einer Gelbsperre. Franke räumt ein, dass dieser Ausfall ein erhebliches Problem darstellt und in der Vorbereitung auf das Spiel eine zentrale Rolle gespielt hat. Ansonsten steht dem Trainer jedoch der komplette Kader zur Verfügung.

Eine weitere Unsicherheit betrifft Franke persönlich: Nach einer Bandscheibenoperation ist fraglich, ob der 38-Jährige am Sonntag an der Seitenlinie stehen wird. Zwar leitet er bereits wieder aktiv das Training, doch ein Spiel bedeutet eine besondere Belastung. „Ich werde es vom Gefühl abhängig machen, das ich am Sonntag habe. Ich muss vernünftig sein“, erklärt der Trainer seine zurückhaltende Haltung.

Historische Hintergründe und Ambitionen

Die TSG Neustrelitz blickt auf eine erfolgreiche Pokalhistorie zurück: Der Verein gewann den MV-Landespokal bereits in den Jahren 2007, 2008, 2013 und 2022 – im letztgenannten Finale besiegte man ausgerechnet den Greifswalder FC. Vor zwei Jahren revanchierte sich der GFC jedoch mit einem klaren 5:0-Sieg im Finale. Rekordpokalsieger bleibt der FC Hansa Rostock mit elf Titeln.

Auch die Greifswalder zeigen Respekt vor dem Oberligisten. Trainer Björn Lipfert betont: „Dafür werden wir alles geben. Aber es wird kein Selbstläufer. Die TSG ist eine richtig gute Mannschaft. Wir wissen, was auf uns zukommt“. Beide Teams wollen unbedingt ins Halbfinale einziehen, was die Bedeutung dieses Duells unterstreicht.

Das Viertelfinalspiel im Landespokal Mecklenburg-Vorpommern beginnt am Sonntag um 14 Uhr im Neustrelitzer Parkstadion und verspricht Spannung trotz der unterschiedlichen Ligazugehörigkeiten der Kontrahenten.

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