Beim FC Santos kommt es zu einem gewaltigen Aufruhr. In einer sportlich prekären Lage geraten Neymar und Legenden-Sohn Robinho Jr. aneinander. Es knallt im Training des FC Santos – und mittendrin zwei der größten Namen des Klubs: Neymar und Robinho Jr., Sohn des ehemaligen Profis von Real Madrid und AC Mailand.
Trainingsstreit eskaliert
Laut einem Bericht von Globoesporte aus Brasilien kam es im Training am Sonntagmorgen zu einer Auseinandersetzung. Demnach fühlte sich Neymar von einem Dribbling des 18-Jährigen „respektlos behandelt“, woraufhin intensive Diskussionen zu Schubsereien und Gerangel geführt hätten. Im Anschluss seien die Emotionen dann weiter hochgekocht, so habe der aufgebrachte Neymar zu einer harten Grätsche gegen Robinho Jr. angesetzt. Globoesporte verweist zudem auf mindestens eine Person, die gesehen habe, wie Neymar eine Ohrfeige verteilt habe.
Staatsaffäre in Brasilien
Aufgrund der großen Namen der beiden Stars schrieb die spanische Marca, dass der Vorfall „in Brasilien fast schon eine Staatsaffäre“ sei. Stellungnahmen wollten die Beteiligten bislang nicht abgeben, allerdings habe sich das Umfeld von Robinho Jr. bei der Vereinsführung beschwert. Neymar habe sich hingegen noch während der Trainingseinheit beim Youngster entschuldigt, zu dem er ein Verhältnis wie „Pate und Schützling“ habe.
Neymar lehnt Einsatz ab: „Es ist absurd“
Sowohl Neymar als auch Robinho Jr. hatten am Tag zuvor beim Derby gegen Palmeiras nicht im Kader des Klubs gestanden. Nach dem 1:1-Remis steckt der Klub weiterhin im Keller fest. Mit nur 15 Punkten steht der Klub auf Rang 16 und befindet sich punktgleich mit Corinthians, die den ersten Abstiegsplatz belegen. Dass Schlüsselspieler Neymar in dieser heiklen Phase fehlte, in der es für ihn auch um eine Teilnahme an der WM 2026 geht, hing mit den Rahmenbedingungen der Partie zusammen.
„Im Allianz zu spielen ist für mich fast unmöglich. Kunstrasen ist das, was mich als Spieler am meisten stört – mehr noch als meine Verletzungen“, erklärte Neymar bei Goal mit Blick auf das gegnerische Stadion: „Die Richtung, in die sich der brasilianische Fußball entwickelt, ist besorgniserregend. Es ist absurd, dass wir überhaupt über Kunstrasen auf unseren Plätzen sprechen müssen. Bei der Größe und Bedeutung unseres Fußballs sollte das nicht einmal eine Option sein.“
Neymar bei der WM eine Option?
Santos-Trainer Cuca bestätigte trotz der gemischten Reaktionen auf die Entscheidung des Superstars und der Ausschreitungen im Training aber bereits, dass Neymar am Dienstag gegen Recoleta FC im Rahmen der Copa Sudamericana wieder in den Kader zurückkehren wird. Im Saisonendspurt geht es für den 128-maligen Nationalspieler dann nicht nur darum, den Abstiegs seines Jugendklubs zu verhindern. Bis zur Kadernominierung am 18. Mai muss sich Nationaltrainer Carlo Ancelotti entscheiden, ob er Neymar mit zur WM in den USA, Mexiko und Kanada nimmt. Letztmals zum Einsatz kam Neymar für die Selecao im Oktober 2023. Eine Rückkehr stellte Ancelotti zuletzt nur in Aussicht, sollte Neymar „zu 100 Prozent fit sein“.



