WM: Niederlande, Japan und Schweden im Achtelfinale – Nagelsmann kritisiert Kerner
Niederlande, Japan, Schweden im Achtelfinale – Nagelsmann rüffelt Kerner

Wenige Stunden nach dem deutschen Dämpfer gegen Ecuador haben drei andere Teams den Einzug ins Sechszehntelfinale gefeiert: Die Niederlande, Japan und Schweden zogen in der Gruppe I geschlossen in die nächste Runde ein. Die Niederlande setzten sich mit 3:1 gegen Tunesien durch und treffen nun auf Marokko. Japan, das ein 1:1 erreichte, bekommt es mit Rekordweltmeister Brasilien zu tun. Schweden droht nach dem 1:1 ein Duell mit Frankreich.

Belgien: Nächster WM-Vater? Mechele erwartet Nachwuchs

In der belgischen Nationalmannschaft gibt es erneut Nachwuchs. Nach der Debatte um Jeremy Doku, der zur Geburt seines Sohnes Praise nach London gereist war, hat nun auch Abwehrchef Brandon Mechele berichtet, dass seine Frau und er ein Kind erwarten – möglicherweise während des Turniers. „Ich werde auch Vater, aber das wird erst nach der WM der Fall sein. Meine Frau war gerade beim Arzt, es ist alles in Ordnung“, sagte der 33-jährige Innenverteidiger vor dem entscheidenden Gruppenspiel gegen Neuseeland. Er fügte hinzu: „Vielleicht muss ich aber zurück, wenn es früher kommt.“

Dokus Reise war zuvor von einer französischen Journalistin scharf kritisiert worden, woraufhin ihr Sender sich entschuldigte. Ob Doku nach seiner Rückkehr gegen Neuseeland in der Nacht zum Samstag (5.00 Uhr) zum Einsatz kommt, ließ Trainer Rudi Garcia offen.

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Nagelsmann rüffelt Kerner: „Hört auf mit dem Quatsch“

Julian Nagelsmann hat eine Frage von Magenta-TV-Moderator Johannes B. Kerner nach dem 1:2 im dritten WM-Vorrundenspiel gegen Ecuador deutlich zurückgewiesen. „Bitte hört auf mit dem Quatsch, ehrlich. Warum wollten die Jungs nicht Vollgas geben?“, antwortete der Bundestrainer auf Kerners Frage, ob der deutschen Mannschaft das letzte Engagement gefehlt habe, da der Gruppensieg bereits zuvor feststand.

Kerner insistierte, Ecuador habe es mehr gewollt. Doch Nagelsmann widersprach: „Nee, die wollte es nicht mehr. Die haben halt ein bisschen mehr Risiko genommen in vielen Aktionen.“

Advocaat lässt Zukunft bei Curaçao offen

Trainer Dick Advocaat hat seine Zukunft nach dem WM-Aus mit Curaçao offen gelassen. „Darüber habe ich mir noch keine Minute Gedanken gemacht. Ich habe mich auf die WM fokussiert und wollte das maximale Ergebnis. Vielleicht, wenn ich den Raum verlasse“, sagte der 78-Jährige nach dem 0:2 gegen die Elfenbeinküste. Der Niederländer trainiert den Karibikstaat seit Januar 2024, mit einer kurzen Unterbrechung von Februar bis Mai dieses Jahres.

Die Spieler des WM-Neulings sprachen sich für einen Verbleib des Trainers aus. Torhüter Eloy Room sagte: „Ich will, dass er weitermacht, aber es ist seine Entscheidung. Er hatte eine lange, wunderschöne Karriere. Wir müssen ihm jetzt erstmal ein wenig Freiraum geben. Aber natürlich wollen wir mit ihm weiterarbeiten.“

„Zu viel Freestyle“: Nagelsmann kritisiert fehlende Abgeklärtheit

Bundestrainer Julian Nagelsmann bemängelte nach der frühen Führung gegen Ecuador die mangelnde Abgeklärtheit seines Teams. „Wir hatten einen super Start ins Spiel und müssen, wenn wir so früh führen, mit viel mehr Überzeugung das Ding zu Ende spielen“, sagte Nagelsmann bei MagentaTV. „Leider haben wir direkt nach dem Tor angefangen, Harakiri in der Positionierung zu machen. Dann wurde es schwer.“

Auch in der ARD betonte der Bundestrainer, dass die Mannschaft lernen müsse, souveräner in solchen Situationen zu agieren. „Das war ärgerlich, dass wir da den Gegner wieder reinholen. Wir haben sie leider selber wieder ins Spiel zurückgeholt.“

Faé zu Schweinsteiger: „Könnten es rassistisch nennen“

Der Trainer der Elfenbeinküste, Emerse Faé, hat Bastian Schweinsteiger scharf für dessen Aussage über den Spielstil der Afrikaner kritisiert. „Das ist traurig. Wir könnten es rassistisch nennen. Als ich seinen Kommentar gehört habe, war ich enttäuscht. Ich habe keine andere Möglichkeit, als das zu akzeptieren“, antwortete Faé nach dem Einzug in die K.o.-Runde. Schweinsteiger, ARD-Experte und früherer DFB-Profi, hatte das Spiel der Elfenbeinküste als „bisschen afrikanischer Fußball natürlich, der manchmal so ein bisschen unorthodox ist, ein bisschen wild ist, bisschen vielleicht auch manchmal nicht ganz so von der Taktik geprägt ist“ beschrieben. Faé zeigte sich enttäuscht über diese Äußerungen.

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