WM-Kader in Gefahr: Nmecha-Verletzung bringt Nagelsmanns Mittelfeldpläne ins Wanken
Nmecha droht WM-Aus - Bayern-Duo als Ersatz im Fokus

WM-Alarm bei der Nationalmannschaft: Nmecha-Verletzung wirft Fragen auf

Die Vorbereitungen der deutschen Fußballnationalmannschaft auf die Weltmeisterschaft in Nordamerika erhalten einen herben Dämpfer. Wie Bundestrainer Julian Nagelsmann bestätigte, droht Mittelfeldspieler Felix Nmecha von Borussia Dortmund aufgrund einer Knieverletzung der Verpassung des Turniers. Der 25-Jährige zog sich eine Außenbandverletzung zu und musste bereits für die aktuellen Testspiele absagen.

Nagelsmann zeigt sich besorgt über Nmechas Zustand

„Es ist eine Verletzung, die nicht ohne ist“, erklärte Nagelsmann mit ernster Miene. „Sie benötigt eine gewisse Zeit zum Heilen, und zweifelsfrei besteht die Gefahr, dass er die WM nicht spielen kann.“ Der Bundestrainer fügte hinzu: „Es wäre ein extremer Verlust für uns, wenn er fehlen würde.“ Nmecha galt eigentlich als gesetzt im Mittelfeld und hatte realistische Chancen auf einen Startelfplatz.

Trotz der bedrohlichen Diagnose gibt es auch Hoffnungsschimmer. Nagelsmann betonte: „Ich habe gute Hoffnung, dass er spielen kann. Er hat einen sehr guten Körper und eine ausgeprägte Muskulatur, die vieles kompensieren kann.“ Der Spieler selbst sowie die behandelnden Ärzte seien optimistisch, doch der Bundestrainer räumte ein: „Man muss in allen Wenn-dann-Szenarien planen.“

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Bayern-Duo als wahrscheinliche Ersatzlösung

Sollte Nmecha tatsächlich ausfallen, rücken zwei Bayern-Profis in den Fokus: Aleksandar Pavlovic und Leon Goretzka. Beide gelten als favorisierte Nachrücker für das zentrale Mittelfeld. Pavlovic sagte zwar für die aktuellen Länderspiele verletzungsbedingt ab, doch dies ändert nichts an seiner Perspektive für den WM-Kader.

Besonders bemerkenswert ist das Comeback von Leon Goretzka. Nach seiner Nichtberücksichtigung bei der Heim-EM 2024 hat der Bayern-Spieler sich zurück in die Nationalmannschaft gekämpft. Nagelsmann erläuterte: „2024 konnte Leon mit deutlich weniger Spielzeit rechnen als jetzt.“ Damals waren Toni Kroos und Ilkay Gündogan im Mittelfeld gesetzt. „Wir haben die Rolle als Back-up damals nicht als ideal angesehen“, so der Bundestrainer weiter.

Goretzka habe jedoch Entwicklungsschritte gemacht und seine veränderte Rolle bei Bayern München akzeptiert. „Er hat jetzt Chancen auf mehr Spielzeit“, betonte Nagelsmann.

Weitere Kandidaten und Wackelkandidaten

Neben dem Bayern-Duo stehen noch weitere Spieler für das Mittelfeld zur Verfügung. Angelo Stiller vom VfB Stuttgart, Pascal Groß von Brighton & Hove Albion und Anton Stach von Leeds United gehören zum erweiterten Kreis der Kandidaten.

Doch nicht nur im Mittelfeld gibt es Unsicherheiten. Bundestrainer Nagelsmann nannte mehrere „WM-Wackelkandidaten“. Jeder Spieler wisse genau, ob sein Platz sicher sei oder nicht, erklärte der Trainer. „Es würde sehr viel mit meiner Glaubwürdigkeit gegenüber dem Spieler machen, wenn ich dann alles umwerfen würde“, so Nagelsmann zu seiner transparenten Kommunikation.

Besonders unter Druck steht der formschwache Leroy Sané. Nagelsmann verwies auf das 6:0 gegen die Slowakei in der WM-Qualifikation als Maßstab: „Das Spiel ist immer die Benchmark für Leroy, er muss das immer erreichen.“ Der Galatasaray-Profi hatte in jenem Spiel doppelt getroffen. In den aktuellen Testspielen zeigte Sané jedoch nur durchschnittliche Leistungen.

„Die Argumente sind, dass wir Eins-gegen-eins-Spieler brauchen“, erklärte Nagelsmann. „Allzu viele Spieler, die vom rechten Flügel auch mal ein Eins gegen eins gewinnen, haben wir nicht.“ Mit Bayerns Lennart Karl gebe es jedoch zumindest einen Spieler, der Sané den Rang ablaufen könnte.

Weitere Verletzungssorgen

Neben Nmecha und Sané gibt es weitere Spieler mit ungewisser WM-Perspektive. Offensivspieler Nadiem Amiri kämpft mit einer Fersenverletzung, während Torhüter Marc-André ter Stegen eine Oberschenkelverletzung auskuriert.

Über ter Stegen sagte Nagelsmann: „Ich habe schon gesagt, dass ich aus Respekt ihm gegenüber die Tür nicht ganz zumache.“ Doch der Bundestrainer machte deutlich: „Trotzdem ist die Chance sehr, sehr, sehr gering, weil man die Gesamtkonstellation bei ihm betrachten muss. Er ist ja schon ein Jahr quasi raus und hat superwenig gespielt.“

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Die endgültige Entscheidung über den WM-Kader fällt am 12. Mai, wenn Nagelsmann sein 26-köpfiges Aufgebot bekannt gibt. Bis Anfang Juni muss der finale Kader dann der FIFA übermittelt werden. Für mehrere Spieler bedeutet dies noch Wochen des Bangens und Hoffens.