Nach 20 Jahren finden die Winter-Paralympics wieder in Europa statt. Vom 6. bis 15. März 2026 werden Mailand, Cortina, Tesero und Verona die Austragungsorte der 14. Winterspiele für Menschen mit Behinderung sein. Rund 665 Athleten aus verschiedenen Nationen werden in sechs Sportarten antreten: Para-Ski Alpin, Para-Biathlon, Para-Langlauf, Para-Eishockey, Para-Snowboard und Rollstuhlcurling.
Das deutsche Team „Team D“ ist mit 40 Sportlern und acht Guides nach Italien gereist. Damit ist es nach Lillehammer 1994 die zweitgrößte deutsche Mannschaft in der Geschichte der Winter-Paralympics. Zu den größten Gold-Anwärterinnen zählt die viermalige Paralympics-Siegerin Anna-Lena Forster (30) in den alpinen Disziplinen. Auch Anja Wicker (34) will im Biathlon und Langlauf ganz oben stehen. Weitere Hoffnungsträgerinnen sind Linn Kazmeier (19), Leonie Walter (22) und Johanna Recktenwald (24). Bei den Männern zählen Marco Maier (27), Sebastian Marburger (28), Nico Messinger (31) und Lennart Volkert (22) im Para-Ski zu den Medaillenkandidaten.
Besondere Aufmerksamkeit wird dem Para-Eishockey in Mailand zuteil, wo die meisten Zuschauer erwartet werden. Deutschland hat sich hierfür erstmals seit 20 Jahren wieder qualifiziert. Beim Rollstuhl-Curling gibt es dagegen keine deutschen Teilnehmer. Die alpinen Wettbewerbe finden auf der legendären „Tofana“ statt.
Deutschland boykottiert die paralympische Eröffnungsfeier in Verona, da das Internationale Paralympische Komitee die Teilsuspendierung Russlands und Belarus aufgehoben hat. Auch Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Polen, Niederlande, Tschechien und die Ukraine verzichten auf die Teilnahme an der Feier.
Die Paralympics werden bei ARD und ZDF übertragen. Die Eröffnungs- und Abschlussfeier sowie alle Wettkampf-Entscheidungen mit deutschen Athleten sind ab dem 6. März im Free-TV und in den Streaming-Portalen zu sehen, mit bis zu 130 Livestream-Stunden.



