Paralympics-Star Carina Edlingerova spricht über Vergewaltigung vor Gold-Triumph
Paralympics-Star: Vergewaltigung vor Gold-Triumph

Paralympics-Star enthüllt schockierende Tat vor Olympiasieg

Die Para-Sportlerin Carina Edlingerova (27) hat in einem bewegenden Interview enthüllt, dass sie nur zwei Wochen vor ihrem Gold-Triumph bei den Paralympics 2022 in Peking vergewaltigt wurde. Die gebürtige Österreicherin, die mittlerweile für Tschechien antritt, gewann damals Gold im Para-Langlauf-Sprint und holte bei den diesjährigen Spielen zusätzlich Silber im Biathlon-Sprint.

Dunkle Zeiten hinter der Erfolgsfassade

Gegenüber dem Portal „Laola1“ sagte Edlingerova in Tesero: „Ich habe in meinen Jahren, auch im österreichischen Sport, sehr dunkle Zeiten erlebt. Ich habe sehr, sehr viel darunter gelitten.“ Die Athletin beschrieb den Kontrast zwischen ihrem öffentlichen Image und ihrer inneren Realität: „Nach außen hin war ich die erfolgreiche junge Lady, die alles Mögliche gewonnen hat, aber wie es so einem Menschen dahinter geht, das ist nochmal ganz etwas anderes.“

Das Magazin „Forbes Austria“ hatte zunächst über den prägenden Moment berichtet und geschrieben: „Ein prägender Moment war, als sie zwei Wochen vor ihrem Olympiasieg 2022 vergewaltigt wurde und ein schweres Trauma erlitt. Durch ihren Willen und Visualisierungen fand sie zurück auf die Erfolgsspur und ihr persönliches Lebensglück wieder.“

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Therapie und Verarbeitung des Traumas

Nach ihrem Erfolg in Peking begann Edlingerova mit der intensiven Aufarbeitung des Erlebten. Sie erklärte: „Nach China war ich 14 Wochen in Therapie, ich bin volley von den Paralympics in der Therapie gewesen.“ Die Sportlerin kritisierte dabei den gesellschaftlichen Umgang mit psychischer Gesundheit: „Ich sage, über psychische Gesundheit redet eigentlich keiner, weil dann jeder sagt, du bist ja psychisch krank. Die meisten Leute verstehen halt nicht, dass ein Mensch dahinter steckt.“

Besonders bedeutsam war für sie die Unterstützung durch ihren Blindenhund Riley, der die sehbeeinträchtigte Athletin im Alltag begleitet. Edlingerova betonte: „Ich habe zum Glück das Ganze überlebt, dankenswerterweise auch wegen meines Hundes, der hat dann wieder ganz viel Licht in mein Leben gebracht.“

Veränderungen im Leben der Athletin

Die Verarbeitung des Traumas führte zu tiefgreifenden Veränderungen in Edlingerovas Leben. Sie gestand: „Ich habe psychologisch sehr viel an dem Wort China gearbeitet. Die Goldmedaille habe ich nie wieder angeschaut.“ Auf die Frage, ob ihr Nationenwechsel von Österreich zu Tschechien mit dem Erlebten zusammenhänge, antwortete sie zurückhaltend: „Es ist gut so, wie es ist.“

Die Sportlerin erkrankte in ihrer Pubertät an Morbus Stargardt und begann mit der fortschreitenden Erblindung 2015 mit dem Para-Langlauf. Seit der aktuellen Saison tritt sie für Tschechien an – allerdings im Para-Biathlon, da sie für Para-Langlauf nicht startberechtigt ist.

Edlingerovas Offenheit über ihre traumatischen Erfahrungen und ihren Heilungsweg macht auf die oft übersehenen psychischen Belastungen von Spitzensportlern aufmerksam und zeigt gleichzeitig die Kraft der Resilienz und professioneller Unterstützung.

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