Emotionale Entladung im Pokal-Viertelfinale: Pavlovic erklärt seine Wut-Szene
Im hochkarätigen DFB-Pokal-Viertelfinale zwischen dem FC Bayern München und RB Leipzig sorgte Mittelfeldspieler Aleksandar Pavlovic für eine ungewöhnliche Szene, die die Emotionen des Fußballs deutlich machte. In der 70. Spielminute eskalierte die Situation, als sich der Bayern-Star mit mehreren Leipzig-Spielern anlegte und dabei sowohl verbal als auch körperlich auffiel.
Die Auslöser der hitzigen Auseinandersetzung
Der unmittelbare Auslöser für Pavlovics emotionale Reaktion war ein robustes Foul von Nicolas Seiwald an Jamal Musiala. Der Leipziger hatte den Münchner Offensivstar unsanft zu Fall gebracht, was bei Pavlovic sofortige Empörung auslöste. „Da wurde ich ein bisschen aggressiv. Das darf mir so nicht passieren, das gebe ich ehrlich zu. Emotionen gehören einfach zum Fußball dazu und Jamal wurde unnötig und ungerecht geschubst“, erklärte der Mittelfeldspieler im Nachhinein mit einem Lachen.
Die Folge war eine hitzige Konfrontation, bei der sich Pavlovic sowohl mit Seiwald als auch mit Castello Lukeba ein Wortgefecht und eine kleine Schubserei lieferte. Schiedsrichter Tobias Welz griff ein und zeigte allen drei beteiligten Spielern die gelbe Karte, um die Situation zu deeskalieren.
Kimmich als besonnener Vermittler
Erst der erfahrene Joshua Kimmich konnte die Lage beruhigen, indem er Pavlovic wegzog und ihn lautstark zurechtwies. Auf die Frage, was Kimmich genau gerufen hatte, antwortete Pavlovic mit typischem Humor: „Sei cleverer - war ich aber in der Szene nicht“, und lachte erneut über sein eigenes Verhalten.
Diese Episode zeigt deutlich, wie emotional aufgeladen Spiele im DFB-Pokal sein können, besonders wenn es um das Weiterkommen im Wettbewerb geht. Pavlovic betonte jedoch, dass solche Momente zum Fußball dazugehören, auch wenn er selbstkritisch zugab, dass seine Reaktion über das Ziel hinausgeschossen sein könnte.
Die Szene bleibt ein markanter Moment in einem ansonsten taktisch geprägten Spiel und unterstreicht die Leidenschaft, die Profifußballer für ihre Mannschaft und Mitspieler aufbringen. Für Pavlovic war es eine Lektion in Selbstkontrolle, die er mit Gelassenheit und einer Portion Selbstironie reflektierte.



