Pflanzentauschbörse auf Burg Lenzen begeistert Hobbygärtner
Pflanzentauschbörse auf Burg Lenzen begeistert Hobbygärtner

Am vergangenen Wochenende öffnete die Pflanzentauschbörse des BUND-Besucherzentrums auf der Burg Lenzen ihre Tore. Trotz eines kräftigen Regenschauers zuvor kamen zahlreiche Hobbygärtner aus der Umgebung, um ihre selbst gezogenen Pflanzen zu tauschen. Die Veranstaltung, die um 13 Uhr begann, bot eine bunte Mischung aus heimischen und exotischen Gewächsen.

Heiko Bölck, stellvertretender Leiter des BUND-Besucherzentrums, erklärte die Idee hinter der Börse: „Wir haben die Pflanzentauschbörse vor ein paar Jahren in unser Repertoire aufgenommen. Sie ist die Fortführung der Saatguttauschbörse im frühen Frühjahr. Damit kann man niederschwellig die Leute ansprechen.“ Jeder Hobbygärtner habe oft ein paar Pflanzen übrig, die er anderen zur Verfügung stellen könne.

Auch das Burgparkteam beteiligte sich und brachte Pflanzen wie den Storchschnabel mit, eine heimische Blühpflanze. Bölck betonte die Bedeutung von Insektenfreundlichkeit und Biodiversität und riet den Gärtnern, zuerst bei Nachbarn nach Pflanzen zu schauen, bevor sie in den Baumarkt gehen.

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Heinz Schmitz aus Seedorf und Florian Tietz aus Kietz waren zwei der Aussteller. Tietz bot Tabak-, Erdbeer- und Spargelpflanzen an, wobei er grünen Spargel bevorzugt. Er erklärte, dass man bei Spargel erst nach vier bis fünf Jahren eine reichliche Ernte habe. Seine Begleitung Jennifer Westphal betonte den Wert der Selbstversorgung: „Es geht darum, sich selbst zu versorgen mit gutem Gemüse und Obst. Da weiß man, was man hat.“ Die beiden verkauften auch selbst hergestellte Vogelhäuschen aus Douglasienholz.

Heinz Schmitz präsentierte Blaubeerenpflanzen der Sorte Kamtschatka mit ovalen Früchten sowie Tomaten-, Paprika- und Peperonipflanzen. Sein Motto: „Meine Pflanzen sollen nicht schön sein, sondern Nutzen bringen.“ Familie Schlossus aus Ludwigslust war ebenfalls vor Ort und tauschte Saatgut. Der Familienvater betonte die Wichtigkeit des Erhalts alter Saatgutsorten und zeigte sich experimentierfreudig mit einem Feigenbaum, Kiwis und Indianderbanane im eigenen Garten.

Zur Erholung bot der Förderverein der Lenzener Grundschule Gijsels van Lier Kaffee und Kuchen an. Heiko Bölck dankte den Helfern: „Es ist immer hilfreich, wenn sie uns unterstützen.“ Die Pflanzentauschbörse erwies sich erneut als erfolgreiches Format für den Austausch unter Hobbygärtnern.

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