Lukas Podolski (40) gibt nach 14 Jahren sein legendäres Trikot mit der Nummer 10 beim 1. FC Köln frei. Der Weltmeister von 2014 hatte das Trikot seit 2012 blockiert, nachdem er dem Verein ein Versprechen gegeben hatte. Nun ist der Weg frei für einen Nachfolger.
Das Versprechen von 2012
Podolski erklärte, dass er dem damaligen FC-Präsidenten Wolfgang Overath und dem Sportdirektor Jörg Schmadtke 2012 zugesichert hatte, die Nummer 10 nicht freizugeben, solange er noch aktiv sei. „Ich habe mein Wort gehalten, aber die Art und Weise, wie der Verein mit mir umgegangen ist, hat mich bis heute geärgert“, sagte Podolski exklusiv gegenüber BILDplus. Er bezog sich auf die Kommunikation und die fehlende Anerkennung seiner Verdienste.
Podolskis Wünsche für den Nachfolger
Dem Spieler, der künftig die Nummer 10 tragen wird, wünscht Podolski „viel Erfolg und vor allem Gesundheit“. Er hoffe, dass der neue Zehner die Erwartungen der Fans erfüllen und an seine eigenen Leistungen anknüpfen könne. Podolski selbst trug die Nummer 10 in 181 Pflichtspielen für Köln und erzielte dabei 74 Tore.
Kritik am FC-Vorgehen
Was Podolski bis heute ärgert: „Der Verein hat mir nie das Gefühl gegeben, dass meine Leistungen wirklich wertgeschätzt wurden. Ich habe immer mein Bestes für Köln gegeben, aber die Kommunikation war oft enttäuschend.“ Er betonte, dass er dennoch ein großer Fan des Clubs bleibe und die Entscheidung zur Freigabe der Nummer 10 nun der richtige Schritt sei.
Auswirkungen auf den Kader
Mit der Freigabe der Nummer 10 kann der 1. FC Köln nun einen neuen Spieler mit dieser prestigeträchtigen Rückennummer ausstatten. Medienberichten zufolge könnte der designierte Neuzugang oder ein junges Talent aus der eigenen Jugend die Nummer übernehmen. Die Entscheidung des Vereins wird in den kommenden Wochen erwartet.
Podolski, der aktuell für Górnik Zabrze in Polen spielt, beendete seine Karriere beim 1. FC Köln im Jahr 2012. Er gewann 2014 mit der deutschen Nationalmannschaft die Weltmeisterschaft und ist bis heute einer der populärsten Spieler in der Geschichte des Vereins.



