Am Donnerstag steigt in Köln das DFB-Pokalfinale im Frauenfußball zwischen Rekordsieger VfL Wolfsburg und Serienmeister Bayern München. Doch im Stadion herrscht ein Wappen-Wirrwarr: Überall sind noch die alten Wolfsburger Logos zu sehen, obwohl die Mannschaft mit dem neuen, historischen Zinnen-Wappen aufläuft.
Geheime Logo-Rückkehr
Am vergangenen Samstag verkündete der VfL Wolfsburg beim Heimspiel der Männer gegen Bayern die Rückkehr zum klassischen Zinnen-Logo in dunklem Grün. Das bisherige Wappen mit hellgrünem W und offenem Kreis wurde damit abgeschafft. Diese Änderung kam jedoch so überraschend, dass der DFB als Veranstalter des Pokalfinals nicht rechtzeitig informiert wurde. Daher blieb keine Zeit, die Brandings an Auswechselbänken und Stadionbanden auszutauschen. Digital wurden die neuen Logos zwar eingebaut, doch analog herrscht weiterhin das alte Bild.
Trainingskleidung noch mit altem Logo
Auf der Trainingskleidung tragen Trainer Stephan Lerch und die Spielerinnen weiterhin das abgeschaffte Wappen. Lediglich die Trikots wurden aufwendig mit dem neuen Logo versehen – jedoch nur für den Rest der Saison. Da die Produktion der Trikots für die nächste Saison bereits vor der Logo-Änderung abgeschlossen war, werden die Wolfsburger Teams nach der Sommerpause noch mit dem falschen Wappen auf der Brust spielen.
Kostenintensiver Wappenwechsel
Der komplette Austausch aller Logos an Stadien, Geschäftsstelle und Funktionsgebäuden soll nach Informationen der BILD zwischen zwei und drei Millionen Euro kosten. Aufgrund der wirtschaftlich schwierigen Lage und des Sparprogramms von Eigentümer Volkswagen darf der VfL das Geld nicht auf einmal ausgeben. Stattdessen werden die Logos nach und nach ersetzt, immer dann, wenn ohnehin Neuanschaffungen anstehen.
Beim Pokalfinale in Köln könnte Wolfsburg also unter zwei verschiedenen Wappen jubeln – ein kurioses Bild für die Zuschauer.



