Nach BVB-Bayern-Spiel: Polizei weist Vorwürfe der Bayern-Fans entschieden zurück
Polizei weist Bayern-Fan-Vorwürfe nach BVB-Spiel zurück

Nach Zwischenfällen beim Bundesliga-Kracher: Polizei kontert Bayern-Fan-Vorwürfe

Die Dortmunder Polizei hat sich nun deutlich zu den Vorwürfen der Bayern-Fans nach dem Bundesliga-Spiel gegen Borussia Dortmund geäußert. Nachdem es am Rande des mitreißenden 3:2-Siegs des Rekordmeisters zu Auseinandersetzungen zwischen Münchner Anhängern und Sicherheitskräften gekommen war, hatten die Ultras der Südkurve München am Sonntag von schweren gewalttätigen Übergriffen durch die Polizei gesprochen.

Polizei-Präsident widerspricht entschieden

Der stellvertretende Polizei-Präsident Achim Stankowitz weist alle Anschuldigungen der Fanschaft entschieden zurück und äußert sich kritisch zum Verhalten der Münchner Anhänger. „Die reflexhafte Schuldzuweisung an die Polizei wirkt nach Ansicht der Videodaten, die wir auch in das Strafverfahren einbringen können und werden, mehr als befremdlich“, erklärt Stankowitz gegenüber der Presse.

Hintergrund der Eskalation waren laut Polizeiangaben mehrere Versuche von Bayern-Anhängern, mit gefälschten oder nicht regulären Tickets in den Gästeblock des Signal Iduna Parks zu gelangen. Während der Kontrollen kam es zu einem körperlichen Angriff auf Mitarbeiter des Ordnungsdienstes, woraufhin die Polizei einschreiten musste.

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Videobeweise zeigen geplante Störungen

Die Polizei verfügt über aussagekräftiges Videomaterial, das laut Stankowitz eindeutig belegt: „Eines dieser Videos zeigt eindeutig ein arbeitsteiliges, geplantes Vorgehen von Störern, die das Stadion ohne Einlasskontrolle betreten und diese gewaltsam überwinden wollen.“ Die Aufnahmen sollen zeigen, wie Fans versuchten, ein Stadiontor mit Gewalt zu durchbrechen.

In der Folge der Auseinandersetzungen setzten die Einsatzkräfte Pfefferspray und Schlagstöcke ein, nachdem es zu Solidarisierungshandlungen unter den Fans gekommen war. Die Bilanz der Polizei:

  • Gegen 29 Personen wurde ein Strafverfahren wegen Hausfriedensbruchs eingeleitet
  • Fünf Sicherheitskräfte der Polizei wurden verletzt
  • Im Gästeblock waren während des Spiels keine Bayern-Fahnen zu sehen

Polizei kritisiert mangelnde Selbstreflexion

Stankowitz betont den Kontrast zwischen friedlichen Besuchern und gewaltbereiten Störern: „Über 80.000 Menschen schaffen es problemlos, ein Fußballspiel friedlich und gewaltfrei zu besuchen. Und der winzige Teil, der das – dank der Videodaten übrigens nachweislich – nicht schafft, übt im Anschluss laute Kritik am rechtsstaatlichen Verhalten der Polizei. Für mich zeugt das von mangelnder Selbstreflexion und ist Symptom eines fehlgeleiteten Selbstverständnisses.“

Der FC Bayern München hat sich ebenfalls zu den Vorfällen geäußert. Der Klub bestätigte auf Nachfrage: „Unsere Fanbetreuung ist mit der Dortmunder Fanbetreuung in Kontakt, um die Vorfälle aufzuarbeiten.“ Die aktive Fan-Szene der Bayern sieht die Schuld jedoch weiterhin bei der Polizei und beharrt auf ihrer Darstellung der Ereignisse.

Die Dortmunder Polizei betont, dass strafbare Handlungen konsequente Maßnahmen nach sich ziehen müssen und verweist auf die umfangreiche Videodokumentation, die nun in die strafrechtliche Aufarbeitung der Vorfälle einfließen wird.

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