Preußen Münster bleibt sieglos: Nullnummer in Düsseldorf verlängert Krise
Preußen Münster: Achte Partie ohne Sieg in Düsseldorf

Preußen Münster bleibt in der Krise: Achte Partie ohne Sieg

Ein Spiel für die Statistik, aber sicher nicht für die Ewigkeit. Die Nullnummer des SC Preußen Münster bei Fortuna Düsseldorf war ein freudloser Karnevalskick, der schnell vergessen werden sollte. Unter dem Strich steht zwar ein Auswärtspunkt, der im Kampf um den Zweitliga-Klassenerhalt noch wichtig werden kann. Das war aber auch das einzig wirklich Positive an diesem enttäuschenden Auftritt der Münsteraner.

Fehlerfestival auf seifigem Rasen

Über lange Phasen der bisherigen Saison wurden die Jungs von Chefcoach Alexander Ende zurecht für ihren sehenswerten Kurzpass-Fußball gelobt. Technisch fein und anspruchsvoll sollte das Spiel der Preußen sein. Aktuell ist davon leider nichts mehr zu erkennen. Was sie gegen die ebenfalls grottenschlechten Rheinländer auf den seifigen und unebenen Rasen der Merkur-Spiel-Arena zauberten, war mehr als enttäuschend.

Trotz großartiger Unterstützung von rund 7000 mitgereisten Fans gab es kaum eine gelungene Kombination. Stattdessen bestimmten leichte Stockfehler am laufenden Band das Bild. Ende zeigte sich nach dem Abpfiff entsprechend frustriert: „Ich habe meine Spieler heute kaum wiedererkannt. Natürlich hatten auch die schlechten Platzverhältnisse damit zu tun. Aber ich weiß, dass sie es viel besser können. Da müssen wir möglichst schnell wieder hinkommen.“

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Mini-Krise mit psychologischen Folgen

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die Adlerträger sind mittlerweile schon acht Partien in Folge ohne Dreier unterwegs. Mehr als eine Mini-Krise, die sich auch in den Köpfen der Spieler festsetzt. Abwehrchef Paul Jaeckel brachte es auf den Punkt: „Klar setzt sich das irgendwie in den Köpfen fest. Wird Zeit, dass wir den Schalter umlegen können.“

Dabei erledigte er mit seinen Defensiv-Kollegen noch einen brauchbaren Job. Münster ließ fast keine echten Chancen der Hausherren zu und schaltete zudem deren Top-Knipser Cedric Itten komplett aus. Auch an Einsatzwillen und Kampfgeist mangelte es den Gästen nicht. Nur eben an Qualität und Durchsetzungsvermögen im entscheidenden Moment.

Offensivexperiment geht daneben

Besonders enttäuschend war die Leistung im Spiel nach vorn. Coach Ende hatte sich mit Etienne Amenyido und Neuzugang Imad Rondic für einen Doppelsturm entschieden und Oliver Batista-Meier zunächst auf die Bank verbannt. Der Versuch ging gründlich daneben, weil Amenyido hauptsächlich auf dem Hosenboden saß und einfach keine Standfestigkeit zeigte.

Nach der Pause ließ Ende dann Batista-Meier wieder los. Mit ihm konnte sich der Tabellen-16. wenigstens etwas steigern, ohne jedoch ernsthaft für einen Erfolg infrage zu kommen. Zwei Möglichkeiten durch Jaeckel per Kopf in der 67. Minute und Jano ter Horst, der in der 86. Minute flach am langen Pfosten vorbeizielte – das war alles, was Münster an Offensivaktionen zustande brachte.

Fortuna verpasst eigene Chancen

Auch die Fortuna hatte ihre Möglichkeiten, um in Führung zu gehen. Die erste vergeben die Düsseldorfer fahrlässig in der 18. Minute nach einem indirekten Freistoß aus fünf Metern. Preußen-Keeper Johannes Schenk hatte einen viel zu scharfen Rückpass von Marvin Schulz nur noch mit der Hand klären können, doch Florent Muslijas total verunglückter Schuss wurde sogar noch vom eigenen Mann geblockt.

Glück für Münster gab es dann in der 82. Minute, als Düsseldorfs Matthias Zimmermann eine scharfe Hereingabe lediglich um Zentimeter verpasste. So blieb es letztlich bei einem freudlosen, aber gerechten 0:0, das keiner der beiden Mannschaften wirklich weiterhilft. Und die Feierlaune der rund 40.000 Zuschauer in der Karnevals-Hochburg Düsseldorf dürfte dieser Auftritt sicherlich nicht besonders angeheizt haben.

Die Preußen müssen nun dringend den Schalter umlegen, wenn sie den Anschluss in der Zweiten Liga nicht verlieren wollen. Acht Spiele ohne Sieg sind mehr als nur eine kleine Durststrecke – es ist eine ernsthafte Krise, die das Team um Alexander Ende schnellstmöglich beenden muss.

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