Nach 91 Tagen endlich wieder ein Sieg: Preußen Münster bezwingt Braunschweig mit 2:1
Preußen Münster beendet Sieglos-Serie mit 2:1 in Braunschweig

Endlich wieder ein Sieg: Preußen Münster beendet Negativserie in Braunschweig

Nach exakt 91 traurigen Tagen und neun sieglosen Spielen in Serie hat Zweitligist Preußen Münster endlich wieder einen Dreier eingefahren. Beim direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt setzten sich die Schwarz-Weiß-Grünen mit 2:1 durch und stießen damit den Bock um. Was für eine Erleichterung für die gesamte Mannschaft und ihre über 2200 mitgereisten Fans!

Dreier in 180 Sekunden dreht das Spiel

Die Partie entwickelte sich zunächst nicht nach Münsters Vorstellungen. In der 56. Minute schoss ausgerechnet Ex-Preuße Lukas Frenkert, der als Kapitän für den verletzten Stammtorhüter Ron-Thorben Hoffmann einsprang, die Eintracht nach einer Ecke in Führung. Doch anstatt die Köpfe hängen zu lassen, krempelten die Gäste noch einmal die Ärmel hoch und schlugen zurück.

In einem furiosen Dreiminuten-Spurt zwischen der 71. und 74. Spielminute drehten sie die Partie komplett. Zunächst traf Jorrit Hendrix nach feinem Zuspiel von Rechtsverteidiger Jano ter Horst zum Ausgleich. Nur kurze Zeit später sorgte Oliver Batista-Meier für den entscheidenden Treffer. Mit einem direkt verwandelten Freistoß aus etwa 20 Metern ins kurze Eck überraschte er Braunschweigs Ersatztorhüter Elhan Kastrati.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Batista-Meier nach dem Spiel erleichtert: „Mir war sofort klar, dass ich das Ding so schießen würde. Hätte Hoffmann zwischen den Pfosten gestanden, wäre meine Entscheidung anders ausgefallen. Der kennt mich zu gut. Aber seinen Vertreter konnte ich damit zum Glück überraschen.“

VAR nimmt früheres Tor zurück

Bereits in der ersten Halbzeit hatte Batista-Meier die Kugel im Eintracht-Kasten untergebracht. Bei einem Missverständnis zwischen Kastrati und Abwehrspieler Leon Bell Bell preschte er dazwischen, eroberte den Ball und vollstreckte aus knapp 16 Metern. Doch Schiedsrichter Daniel Siebert nahm das Tor nach VAR-Hinweis wieder zurück, da Batista-Meier das Spielgerät bei der Eroberung leider an die Hand gesprungen war.

Auch die Braunschweiger hatten ihre Chancen. Vor der Pause gewann Münsters Torhüter Johannes Schenk ein entscheidendes Eins-zu-Eins-Duell gegen Erencan Yardimci. Anschließend setzte Kevin Ehlers einen Kopfball nur knapp am rechten oberen Eck vorbei. In der Nachspielzeit rettete Marco Meyerhöfer in höchster Not auf der Linie gegen Patrick Nkoa.

Cheftrainer Ende voller Stolz

Cheftrainer Alexander Ende zeigte sich nach dem Spiel überglücklich: „Ich bin einfach nur stolz auf meine Jungs, weil sie den Kampf angenommen und alles reingehauen haben. Es war sicherlich nicht unser bestes Spiel, aber wir haben die nötige Leidenschaft gezeigt, um hier zu bestehen. In den kommenden Wochen werden noch viele solcher Spiele auf uns zukommen. Aber ich bin fest überzeugt, dass wir mit dieser Mannschaft am Saisonende über dem Strich stehen werden.“

Durch den Sieg verbesserten sich die Preußen auf Rang 13 der Tabelle und tauschten die Plätze mit Braunschweig, das nun auf dem 16. Platz steht. Allerdings ist dies nur eine Momentaufnahme. Umso wichtiger ist es, dass die Mannschaft am nächsten Sonntag daheim gegen Hertha BSC nachlegt.

Dabei müssen sie jedoch auf Paul Jaeckel verzichten. Der Abwehrroutinier sah kurz vor dem Abpfiff nach einem Foul an Grant-Leon Ranos die Ampelkarte. Es war bereits der fünfte Platzverweis für Preußen Münster in dieser Spielzeit – in dieser Kategorie sind sie definitiv Ligaspitze.

Die über 2200 mitgereisten Fans feierten nach dem Abpfiff ausgelassen mit ihren Spielern. Nach langer Durststrecke brennt im Tabellenkeller für die Adlerträger endlich wieder Licht.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration