WM 2026: Rangnick empfiehlt Wette auf Österreich vor Duell mit Messi
Rangnick empfiehlt Wette auf Österreich vor Messi-Duell

Ralf Rangnick, Trainer der österreichischen Nationalmannschaft, hat vor dem WM-Achtelfinale gegen Argentinien eine ungewöhnliche Empfehlung ausgesprochen. „Wer sehr, sehr viel Geld gewinnen möchte, der geht noch in die Wettbüros und setzt – keine Ahnung, wie viel er übrig hat – auf einen Sieg für Österreich“, sagte Rangnick auf der Pressekonferenz vor dem Duell mit dem Weltmeister. Die Partie findet heute Abend um 19.00 Uhr MESZ im Dallas-Stadion statt und wird von ARD und MagentaTV übertragen.

Rangnick: „Wir spielen against all odds“

Der 67-Jährige begründete seine Aussage mit der Außenseiterrolle seines Teams. „Weil jeder davon ausgeht und der Algorithmus, dass wir das Spiel höchstwahrscheinlich nicht gewinnen“, so Rangnick. „Wir spielen against all odds.“ Bei den Wettanbietern liegt die Siegquote für Österreich bei etwa 6,5. Das bedeutet, dass ein Einsatz von zehn Euro bei einem Sieg 65 Euro einbringen würde. Trotz der geringen Erwartungen von außen hält Rangnick ein Remis oder sogar einen Sieg für möglich. „Weil wir reden trotzdem über eine Mannschaftssportart und wir haben die Möglichkeit, über unseren eigenen Auftritt, über unsere Strategie, über unseren Stil, wie wir spielen, gepaart mit der nötigen Energie und dem Mut, das Spiel eben auch auf unsere Seite zu ziehen, und darauf wird es ankommen“, erklärte er.

Messi als größte Herausforderung

Rangnick betonte, dass Österreich mit Teamstärke gegen Lionel Messi bestehen müsse. „Und klar, sie haben mit Messi wahrscheinlich den besten Spieler, den es bis heute jemals gegeben hat, und wir müssen zeigen, dass wir eine der besten Teams, eine der besten Mannschaften sind bei dieser WM“, forderte der frühere Bundesligacoach. Für eine Überraschung brauche es vielleicht sogar „die beste Leistung, die wir in meiner Amtszeit bisher gezeigt haben“. Messi hatte zum WM-Auftakt einen Dreierpack erzielt und ist in bestechender Form.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Kap Verde feiert nächsten WM-Coup

Der Außenseiter Kap Verde hat erneut für eine große Überraschung gesorgt. Nach dem 2:2 (1:2) gegen den zweimaligen Weltmeister Uruguay darf der WM-Neuling auf das Erreichen der K.o.-Phase hoffen. Vor 64.003 Zuschauern in Miami brachte Kevin Pina Kap Verde in der 21. Minute mit dem ersten WM-Tor der Landesgeschichte in Führung. Maxi Araujo (44.) und Agustin Canobbio (45.+6) drehten die Partie kurz vor der Pause, doch Helio Varela glich in der 61. Minute nach einer dramatischen Fehlerkette Uruguays aus. Mit einem Sieg im letzten Gruppenspiel gegen Saudi-Arabien kann Kap Verde das Weiterkommen aus eigener Kraft perfekt machen.

Uruguay-Spieler sorgt für Fair-Play-Ärger

Beim Spiel zwischen Uruguay und Kap Verde kam es zu einer umstrittenen Szene. Uruguays Stürmer Federico Viñas half zunächst seinem Gegenspieler Telmo Arcanjo, der unter Krämpfen litt. Als Viñas jedoch eine aussichtsreiche Torchance seiner Mannschaft bemerkte, ließ er den Kap-Verde-Spieler liegen und lief mit in den Strafraum. Bei diesem Angriff fiel in der 44. Minute das Tor zum 1:1 durch Maxi Araujo. „Mein Gegenspieler brauchte mich. Aber mein Team brauchte mich noch mehr“, rechtfertigte Viñas sein Verhalten. Kap Verdes Trainer Bubista zeigte sich verärgert: „Denn Marcelo Bielsa (Uruguays Trainer) lebt uns in jeder Pressekonferenz und in jedem Spiel Fair Play vor. Von ihm haben wir alle gelernt, was Fair Play bedeutet.“ Bielsa war 2019 mit dem Fair-Play-Preis der Fifa ausgezeichnet worden.

DFB-Team bangt um Schlotterbeck

Die deutsche Nationalmannschaft wartet weiter auf eine genaue Diagnose zur Verletzung von Nico Schlotterbeck. Der Dortmunder Innenverteidiger hatte sich beim 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste am linken Fuß verletzt. Wie schwer die Blessur ist, soll erst heute im Team-Quartier in Winston-Salem bekanntgegeben werden. Bundestrainer Julian Nagelsmann kann keinen Ersatzmann nachnominieren, sodass der Kader sich bei einem Ausfall Schlotterbecks auf 22 Feldspieler und drei Torhüter reduzieren würde.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration

Ägypten feiert ersten WM-Sieg

Angeführt von Mohamed Salah hat Ägypten den ersten Sieg bei einer WM-Endrunde gefeiert. Beim 3:1 (0:1) gegen Neuseeland in Vancouver steuerte Salah einen Treffer und eine Vorlage bei. Nach dem frühen Rückstand durch Finn Surman (14.) glich Mostafa Ziko (58.) aus, bevor Salah (67.) und der eingewechselte Trézéguet (82.) den Sieg perfekt machten.

Belgien enttäuscht erneut

Belgien wartet weiter auf den ersten Turniersieg. Nach dem 0:0 gegen Iran hat das Team nur zwei Punkte aus zwei Spielen. Vor 70.317 Zuschauern in Los Angeles spielte Belgien ab der 66. Minute in Unterzahl, nachdem Nathan Ngoy die Rote Karte gesehen hatte. Torwart Thibaut Courtois bewahrte sein Team mit mehreren Paraden vor einer Niederlage. Nach der Partie kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Fans und Ordnern, als ein Mann mit einem verbotenen Trikot auf den Rasen gelangen wollte.

Iran-Protest gegen Reisebeschränkungen

Der iranische Fußballverband hat angekündigt, sich wegen der strengen Ein- und Ausreisebeschränkungen bei der Fifa zu beschweren. Die Mannschaft durfte zu ihren Spielen nur einen Tag vorher anreisen, was nach Ansicht des Verbandes gegen den Grundsatz gleicher Bedingungen verstößt. Bereits zuvor hatte es Probleme mit Visa für Teammitglieder gegeben.

Falschmeldung über Messis Vater

Die argentinische Moderatorin Florencia Peña hat sich öffentlich bei der Familie von Lionel Messi entschuldigt, nachdem sie fälschlicherweise den Tod von Messis Vater Jorge verkündet hatte. Die Falschmeldung wurde während einer Live-Sendung verbreitet; die beteiligten Mitarbeiter wurden entlassen. Die Familie Messi bestätigte, dass Jorge gesundheitliche Probleme habe, sich aber auf dem Weg der Besserung befinde.