Überraschende Trennung beim Bundesligisten
Fußball-Bundesligist RB Leipzig hat die Zusammenarbeit mit Cheftrainer Ole Werner beendet. Dies gab der Verein am Mittwoch bekannt. Werner hatte das Team erst im Juli 2025 übernommen und auf Anhieb auf Platz drei der Bundesliga geführt, womit die Qualifikation für die Champions League gelang. Dennoch entschied sich der Club nun zur Trennung.
Gründe für die Freistellung
Geschäftsführer Sport Marcel Schäfer erklärte: „Wir haben die abgelaufene Saison in den vergangenen Tagen noch einmal intensiv und abschließend analysiert. Am Dienstagabend haben wir dann den Beschluss gefasst, die Position des Cheftrainers neu zu besetzen.“ Es seien „inhaltliche Weiterentwicklung und eine veränderte Herangehensweise für die vor uns liegenden Aufgaben erforderlich.“ Werners Vertrag lief noch bis 2027. Bereits zuvor hatte das Fußballmagazin „kicker“ über inhaltliche Bedenken und fragwürdige Kommunikation berichtet. Auch das Verhältnis zu Jürgen Klopp, Head of Global Soccer bei RB, soll merklich abgekühlt gewesen sein, wie die „Sport Bild“ berichtete. Die von Werner implementierte neue Spielidee überzeugte nicht vollends, und die Champions-League-Qualifikation sei dem Vernehmen nach zu glücklich zustande gekommen.
Erfolgreiche Saison trotz Umbruchs
Werner hatte die Mannschaft nach einem großen Umbruch übernommen: Im Sommer hatten Leistungsträger wie Xavi Simons, Loïs Openda und Benjamin Sesko den Club verlassen. Trotz dieser Abgänge führte Werner das Team mit 65 Punkten auf Platz drei – nur zwei Zähler fehlten zum eigenen Bundesliga-Rekord. Sportchef Schäfer war nach der erfolgreichen Qualifikation zunächst bereit, zeitnah mit Werner zu verlängern, nahm dies aber Anfang Juni zurück und berief sich auf eine noch ausstehende Saisonanalyse.
Nachfolger Demichelis im Gespräch
Als möglicher Nachfolger wird Ex-Bayern-Profi Martín Demichelis gehandelt. Die spanische Zeitung „Marca“ berichtet, dass der Argentinier, der zuletzt mit Real Mallorca aus der La Liga abstieg, ein Angebot von RB Leipzig vorliegen habe. Der Club selbst bestätigte dies bislang nicht.



