RB Leipzig in der Krise: Trainer Ole Werner vor entscheidenden Wochen
Die Situation bei RB Leipzig spitzt sich zu. Nach einem vielversprechenden Saisonstart rutscht der Verein in der Bundesliga-Tabelle immer weiter ab und gefährdet damit die Qualifikation für die Champions League. Im neuen Jahr gelangen nur drei Siege aus neun Pflichtspielen, was die Stimmung im Klub zunehmend eintrübt. Im Zentrum der Diskussionen steht nun Trainer Ole Werner.
Intern wird Werners Arbeit hinterfragt
Nach Informationen wird die Arbeit des 37-jährigen Trainers intern immer kritischer bewertet. Besonders das kommende Auswärtsspiel am Sonntag um 19:30 Uhr beim Hamburger SV könnte zur Zäsur werden. Sollte RB Leipzig dort nicht gewinnen, könnte eine offene Trainerdiskussion ausbrechen. Werner war im Sommer auf Empfehlung von Red-Bull-Fußball-Boss Jürgen Klopp verpflichtet worden und wurde in der Hinrunde gefeiert, als Leipzig nach 13 Spielen Bayern-Jäger Nummer 1 war.
Champions League als absolutes Muss
Intern wurde bereits früh die Qualifikation für die Champions League als zentrales Saisonziel ausgegeben. Aufsichtsratschef Oliver Mintzlaff brachte dies Mitte Februar öffentlich zum Ausdruck: „Das erste Ziel mit dieser jungen Mannschaft ist die Champions League.“ Trotz des Umbruchs vor der Saison wird der Kader intern besser eingeschätzt als die Teams von Stuttgart und Hoffenheim, die aktuell vor RB liegen.
Kritikpunkte an Werners Arbeit
Intern werden mehrere Problemfelder identifiziert:
- Die Mannschaft zeigt zwar phasenweise dominanten und brillanten Fußball, hatte Bayern München und Borussia Dortmund am Rande einer Niederlage, doch der entscheidende letzte Punch fehlt häufig.
- Gegen kleinere Mannschaften tut sich RB Leipzig zunehmend schwerer, Spiele früh und endgültig zu entscheiden.
- Es mangelt zu oft am Stehvermögen, Siege über die gesamte Spielzeit zu bringen.
- Bei Auswechslungen verliert die Mannschaft spürbar an Qualität.
Wochen der Wahrheit für den Trainer
Die Champions League zum zweiten Mal in Folge zu verpassen, gilt intern als Horror-Szenario. Daher hat Trainer Werner nun absolute Siegpflicht. Nach dem Spiel beim HSV folgen Heimspiele gegen Augsburg und die direkten Konkurrenten Stuttgart und Hoffenheim. „Es startet das letzte Saisondrittel, da werden Weichen gestellt“, weiß Werner um die Bedeutung der nächsten Spiele. Grundsätzlich trauen die Verantwortlichen Werner die Entwicklung im Saison-Endspurt noch zu, verweisen auf die Siegesserie in der Hinrunde und seine Fähigkeit, einzelne Spieler wie Baumgartner, Ouédraogo und Seiwald deutlich zu verbessern. Mannschaftlich jedoch stagniert das Team vor allem in puncto Ergebnisse.
Die kommenden Wochen werden für Ole Werner zur Bewährungsprobe. Sollte die Trendwende nicht unmittelbar eintreten, könnte die bislang geduldige Haltung der Vereinsführung kippen. Die nächsten Spiele entscheiden nicht nur über die europäischen Ambitionen des Clubs, sondern möglicherweise auch über die Zukunft des Trainers bei RB Leipzig.



