Champions League: Real Madrid erhält erneut Manchester City als Gegner
Die Auslosung des Achtelfinales der Champions League hat die spanischen Top-Klubs in unterschiedliche Richtungen geschickt. Während der FC Barcelona und Atlético Madrid nach allgemeiner Einschätzung machbare Aufgaben vor sich haben, muss Real Madrid erneut gegen Manchester City antreten. Die spanische Presse reagierte auf dieses Los mit gewohnt martialischen Worten.
Sechstes Aufeinandertreffen in sieben Jahren
Real Madrid, der FC Barcelona und Atlético Madrid haben als spanische Stammgäste alle das Achtelfinale der Königsklasse erreicht. Die am Mittag in Nyon durchgeführte Auslosung brachte für die Königlichen jedoch eine besondere Herausforderung: Zum sechsten Mal in den vergangenen sieben Jahren heißt der Gegner Manchester City.
Die in Madrid ansässige Tageszeitung Marca schrieb von „der ersten Bombe der Verlosung, die in den Vorjahren bereits viele Male explodiert war“. Die Madrilenen verpassten damit das mutmaßlich leichtere Los mit Sporting Lissabon, das stattdessen auf Überraschungsteam Bodö/Glimt trifft.
„Real Madrid auf der Seite des Todes“
Bereits in der Ligaphase der aktuellen Champions-League-Saison kam es zum Duell der Dauerrivalen. Damals setzte sich die Elf von Pep Guardiola knapp mit 2:1 im Estadio Santiago Bernabéu durch. Die AS fand zum erneuten Duell der beiden Schwergewichte nüchterne Worte: „Echtes Duell von echter Substanz, ein Klassiker des europäischen Fußballs, ein Duell zwischen den Giganten“.
Doch die martialische Marca-Bezeichnung „Real Madrid auf der Seite des Todes“ ist nicht aus der Luft gegriffen. Sollten die Königlichen gegen Manchester City weiterkommen, könnte es im Viertelfinale zunächst gegen den FC Bayern gehen, der zuvor gegen Atalanta Bergamo antritt. In einem hypothetischen Halbfinale könnten dann Chelsea, PSG, Galatasaray oder Liverpool warten.
Erleichterung beim FC Barcelona
Den FC Barcelona traf es deutlich weniger hart. Im Achtelfinale wartet Newcastle United mit Nick Woltemade auf die Blaugrana. Die Katalanen gingen dabei einem Duell mit Titelverteidiger Paris Saint-Germain aus dem Weg.
„Erleichterung, wenn auch keine Euphorie in Nyon. Besser der St. James‘ Park als der Parc des Princes“, fasste die in Katalonien ansässige Mundo Deportivo die Auslosung aus Sicht der Mannschaft von Hansi Flick zusammen. Der deutsche Übungsleiter warnte jedoch vor dem Duell mit den Engländern: „Jedes Spiel ist wichtig und es ist nicht einfach. Das ist die Champions League. Newcastle hat ein fantastisches Team“.
Mögliches spanisches Duell im Viertelfinale
Flick spielte dabei auf das Aufeinandertreffen am ersten Spieltag der Ligaphase an, als die Katalanen bereits im St. James‘ Park zu Gast waren und beim 2:1-Sieg knapp die Oberhand behielten. In einem möglichen Viertelfinale könnte es anschließend zu einem spanischen Duell mit Ligarivale Atlético Madrid kommen, das zuvor auf Tottenham trifft.
„Ein Brudermörderduell, das niemand mag, das aber für die Rot-Weißen schöne Erinnerungen weckt“, fasste die Marca das mögliche spanische Duell in der Königsklasse zusammen. Hintergrund ist das letzte Aufeinandertreffen, als Atlético der Flick-Elf vor zwei Wochen beim 4:0-Sieg im Halbfinal-Hinspiel des spanischen Pokals eine heftige Abreibung verpasste.
Die Auslosung des Champions-League-Achtelfinales hat somit klare Favoriten und Außenseiter geschaffen. Während Real Madrid einen äußerst schwierigen Weg vor sich hat, können Barcelona und Atlético Madrid mit vorsichtigem Optimismus in die K.-o.-Runde starten.



