Real Madrid und PSG feieren Siege in Champions-League-Playoffs - Eklat um Vinicius Jr. überschattet Partie
In den Playoff-Hinspielen der Champions League setzten sich am Dienstagabend mehrere Top-Klubs durch, doch ein aufsehenerregender Vorfall bei der Partie zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid lenkte die Aufmerksamkeit auf sich. Real Madrid revanchierte sich für eine frühere Niederlage mit einem knappen 1:0-Auswärtserfolg, während Titelverteidiger Paris Saint-Germain einen Rückstand drehte und Galatasaray Istanbul einen überzeugenden Kantersieg feierte.
Real Madrid siegt bei Benfica - Rassismusvorwürfe gegen Vinicius Jr. führen zu Spielunterbrechung
Real Madrid gewann das Playoff-Hinspiel bei Benfica Lissabon mit 1:0 und revanchierte sich damit für die dramatische Niederlage am letzten Gruppenspieltag. Der entscheidende Treffer fiel in der 50. Minute durch den brasilianischen Stürmer Vinicius Jr., der damit seinen dritten Saisontreffer in der Champions League erzielte. Doch nach dem Tor kam es zu einem folgenschweren Zwischenfall, der das Spiel für mehrere Minuten unterbrach.
Vinicius Jr. geriet in eine verbale Auseinandersetzung mit dem argentinischen Benfica-Spieler Gianluca Prestianni und zeigte anschließend Schiedsrichter Francois Letexier an, rassistisch beleidigt worden zu sein. Daraufhin verließ der Brasilianer vorübergehend den Platz, was zu langen Diskussionen zwischen den Teams, Schiedsrichtern und sogar dem ehemaligen Real-Trainer José Mourinho führte, der aktuell Benfica betreut.
Erst nach ausführlichen Beratungen wurde die Partie fortgesetzt. Mourinho sah in der Schlussphase wegen anhaltender Proteste die Gelb-Rote Karte und wird somit das Rückspiel im Bernabéu-Stadion verpassen. Real Madrid, mit dem deutschen Nationalspieler Antonio Rüdiger in der Startformation, ließ sich von den Portugiesen nicht erneut überraschen und sicherte sich einen wichtigen Auswärtssieg.
Paris Saint-Germain dreht Rückstand gegen AS Monaco
Champions-League-Titelverteidiger Paris Saint-Germain zeigte bei der AS Monaco eine beeindruckende Aufholjagd und gewann mit 3:2. Monaco ging durch zwei frühe Tore von Folarin Balogun in Führung, doch PSG kämpfte sich zurück. Der für den verletzten Ousmane Dembélé eingewechselte Desiré Doué erzielte zwei Tore, während Achraf Hakimi den dritten Treffer beisteuerte.
Ein entscheidender Moment war die Rote Karte für Monacos Aleksandr Golowin kurz nach der Halbzeitpause, die PSG zusätzlichen Raum verschaffte. Der deutsch-schweizerische Torhüter Philipp Köhn hielt zwar einen Foulelfmeter von Vitinha, konnte die Niederlage seines Teams aber nicht verhindern. Monaco musste zudem auf den erkrankten Thilo Kehrer verzichten, der gegen seinen Ex-Club hätte spielen sollen.
Galatasaray Istanbul feiert überzeugenden Sieg gegen Juventus Turin
Galatasaray Istanbul feierte seinen ersten Sieg in der K.o.-Runde der Champions League seit zwölf Jahren mit einem deutlichen 5:2-Erfolg gegen Juventus Turin. Der türkische Spitzenclub, aktuell Tabellenführer der Süper Lig, zeigte eine überragende Offensivleistung. Gabriel Sara, Noa Lang, Davinson Sanchez und der ehemalige Münchner Sacha Boey trafen für die Türken.
Juventus konnte zwischenzeitlich durch zwei Tore von Teun Koopmeiners die Partie drehen, verlor aber in der zweiten Halbzeit die Kontrolle. Der zur Halbzeit eingewechselte Juan Cabal sah die Gelb-Rote Karte, was Galatasaray zusätzlich begünstigte. Der deutsche Nationalspieler Leroy Sané, der zuletzt vier Spiele verletzt verpasst hatte, wurde in der 70. Minute eingewechselt und konnte so an diesem historischen Erfolg teilhaben.
Die Playoff-Rückspiele versprechen spannende Duelle, wobei besonders das Wiedersehen zwischen Real Madrid und Benfica im Bernabéu-Stadion im Fokus stehen wird. Die mutmaßlich rassistischen Beleidigungen gegen Vinicius Jr. werden sicherlich weiterhin für Diskussionen sorgen und die UEFA möglicherweise zu Untersuchungen veranlassen.



