Riera rechnet ab: Brad-Pitt-Vergleich, Götze-Frust & Kader-Schelte
Albert Riera war nur 14 Spiele Trainer bei Eintracht Frankfurt – jetzt spricht er erstmals offen über sein Scheitern. Der 43-Jährige vergleicht die Zeit bei der Eintracht mit Hollywood-Stars, legt dar, warum aus seiner Sicht „Namen wichtiger als Ergebnisse“ waren und wie der Streit um Mario Götze alles veränderte.
Besonders deutlich wird Riera bei seiner Kritik am Kader und der Klub-Politik, die für ihn nicht zu ändern war. „Es gab Spieler, die mehr Einfluss hatten als der Trainer. Das ist wie in Hollywood: Der Star bekommt die Rolle, nicht der, der es verdient“, sagte Riera im ersten Interview nach seinem Aus.
Der Götze-Konflikt
Der Streit mit Mario Götze eskalierte laut Riera, als er den Weltmeister von 2014 auf die Bank setzen wollte. „Mario ist ein großartiger Spieler, aber wenn die Ergebnisse nicht stimmen, muss der Trainer Entscheidungen treffen. Doch die Klubführung stellte sich gegen mich.“ Dies habe das Verhältnis nachhaltig belastet.
Kader-Schelte und Klub-Politik
Riera kritisierte auch die Transferpolitik: „Es wurden Spieler geholt, die nicht ins System passten. Man setzte auf Namen statt auf Leistung. Ich konnte das nicht ändern.“ Er fühlte sich in seiner Arbeit eingeschränkt und spricht von einer „Machtlosigkeit“ gegenüber der sportlichen Leitung.
Trotz allem zieht der Spanier ein gemischtes Fazit: „Es war eine außergewöhnliche Erfahrung, auch wenn sie schmerzhaft endete. Ich habe viel gelernt – über mich, über den Fußball und über die Mechanismen hinter den Kulissen.“
Zukunft ungewiss
Was seine Zukunft betrifft, bleibt Riera vage: „Ich bin bereit für eine neue Herausforderung, aber ich werde wählerischer sein. Ich will einen Verein, wo der Trainer wirklich das Sagen hat.“ Ob er noch einmal in der Bundesliga arbeitet, ließ er offen.



