Portugals Superstar Ronaldo enttäuscht bei WM-Auftakt
Portugals Volksheld Cristiano Ronaldo (41) steht nach dem ersten Auftritt des Europameisters von 2016 bei der WM im Fokus – aber ganz sicher nicht so, wie er sich das wünschen würde. Portugal kommt gegen die DR Kongo nicht über ein 1:1 hinaus. Ein klassischer Fehlstart, den auch Superstar Ronaldo erwischte. Der Altmeister nahm quasi nicht am Spiel teil und hatte über 90 Minuten keine nennenswerten Aktionen. Das wundert sogar den Gegner.
„Wir wussten, dass er nicht der Alte ist. Wir wussten, dass er weniger läuft und weniger arbeitet“, erklärte Kongos Mittelfeldspieler Ngal'ayel Mukau nach dem überraschenden Remis gegen Portugal über Ronaldo. Mukau war von dem Auftritt des 41-Jährigen „schon ein bisschen“ überrascht: „Ich habe mehr von ihm erwartet.“
Erschreckende Ronaldo-Bilanz
Der Portugiese, der mittlerweile die große Fußball-Bühne verlassen hat und in Saudi-Arabien kickt, brachte es in der gesamten Partie auf gerade einmal 25 Ballkontakte. In der ersten Hälfte gelang ihm nicht einmal ein Torschuss. Er war quasi unsichtbar. In der zweiten Hälfte versuchte er es mit der Brechstange. Besonders eine Szene sorgte für Aufsehen: Ronaldo entschied sich für den Abschluss, obwohl Bruno Fernandes deutlich besser positioniert war. Der Mittelfeldstar reagierte frustriert, sank fassungslos zu Boden und konnte seine Verärgerung kaum verbergen.
Kongo feiert Matchplan gegen Ronaldo
„Wir wollten ihn ruhigstellen. Und ich bin glücklich, dass wir ihn ruhiggestellt haben“, verriet Torschütze Yoane Wissa den Matchplan gegen Ronaldo. Ganz abschreiben will der Stürmer den portugiesischen Superstar aber nicht: „Aber ich glaube, er wird nicht für das ganze Turnier ruhig bleiben.“
Trotz aller Rivalität auf dem Platz überwog nach dem Spiel der Respekt vor Ronaldo. Die Spieler Kongos würdigten die außergewöhnliche Karriere des Portugiesen. „Er ist einer der besten Spieler der Fußball-Geschichte“, sagte Mukau. Portugal steht nach dem Remis schon unter Druck. In den kommenden Gruppenspielen trifft man auf Usbekistan und anschließend auf Kolumbien. Ob dann auch der Knoten bei Ronaldo platzt?



