Als Cristiano Ronaldo an seiner ersten Fußball-WM teilnahm, waren die meisten seiner heutigen Teamkollegen noch ein gutes Stück von der Pubertät entfernt. Der 41 Jahre alte Superstar trifft mit Portugal heute Abend (19.00 Uhr/ZDF und Magenta TV) in Houston auf die Demokratische Republik Kongo – und spielt seine sechste Endrunde. Bei seiner ersten WM 2006 in Deutschland war Ronaldo 21 Jahre alt.
Eine Ikone des Weltfußballs
„Wir sind damit aufgewachsen, Cristiano Ronaldo spielen zu sehen“, sagte Mittelfeldspieler Bruno Fernandes (31). „Für uns ist eine große Ehre, mit ihm in einem Team zu spielen. (...) Wir wissen, wie leidenschaftlich er ist, wenn er für Portugal spielt.“ Nationaltrainer Roberto Martínez äußerte: „Er ist eine Ikone des Weltfußballs für junge Sportlerinnen und Sportler, für Kinder, Jungen wie Mädchen, die ihre Liebe zum Fußball entdecken und auf der Straße spielen. Das ist etwas Wunderbares für uns.“
Der WM-Titel fehlt in der Sammlung
Ronaldo hat in seiner langen Karriere etliche Titel gewonnen, wurde fünfmal als Weltfußballer des Jahres ausgezeichnet – der WM-Triumph fehlt dem Portugiesen noch in seiner Sammlung. Anders als bei vergangenen Turnieren zählt Portugal in den USA, Kanada und Mexiko zum engsten Favoritenkreis. In dem Team spiele eine „sehr gute Generation“, hatte Ronaldo zuletzt gesagt. „Aber es gibt Faktoren, die wir nicht kontrollieren können.“ In der Gruppe K sind außerdem Kolumbien und Usbekistan die Gegner. Die immer wieder aufkommende Kritik, die Portugiesen könnten ohne den alles überstrahlenden Ronaldo eventuell besser sein, wischen die Mitspieler des Superstars beiseite.
Trainer: Wie Ronaldos erste Weltmeisterschaft
„Ich denke, dass er sehr aufgeregt ist – genauso wie bei allen anderen Endrunden, an denen wir teilgenommen haben“, sagte Bruno Fernandes. „Wir sind alle hier, um ihn zu unterstützen und Portugal dabei zu helfen, so weit wie möglich zu kommen.“ Martínez sagte am Tag vor dem Spiel, es fühle sich intern so an, als wäre es Ronaldos erste Weltmeisterschaft – „was die Intensität der Emotionen und die Bedeutung betrifft, bereit zu sein, die Mannschaft anzuführen“. Ronaldo sei in der Nationalmannschaft unverzichtbar, sagte der Nationaltrainer. „Er ist der Stürmer, der Vollstrecker. Er kann Räume für andere Spieler schaffen, und für unser Offensivspiel ist er mit seinen herausragenden Statistiken und beeindruckenden Zahlen ein äußerst wichtiger Spieler.“



