Ronda Rousey überrascht mit spektakulärem AEW-Auftritt
Die UFC-Ikone Ronda Rousey hat bei AEW Revolution für eine echte Wrestling-Sensation gesorgt. Zweieinhalb Jahre nach ihrem Abschied von WWE kehrte die berühmteste Kampfsportlerin Amerikas in den Showkampf-Ring zurück – allerdings nicht für ihren alten Arbeitgeber, sondern für dessen direkten Konkurrenten All Elite Wrestling. Dieser Coup beschert AEW enorme mediale Aufmerksamkeit weit über die eigene Fanszene hinaus.
Auftritt in der ausverkauften Crypto.com Arena
Bei der bislang größten AEW-Show des Jahres in Los Angeles tauchte Rousey völlig überraschend auf. Nachdem ihre langjährige Freundin Marina Shafir gegen „Timeless“ Toni Storm verloren hatte, betrat Rousey den Ring und forderte Storm direkt heraus. Unter dem Jubel der Fans in der ausverkauften Arena – der Heimstätte der Los Angeles Lakers – eskalierte die Situation schnell.
Ringrichter und Offizielle mussten eingreifen, um die Kontrahentinnen zu trennen. Shafir nutzte die Verwirrung für einen hinterhältigen Angriff auf Storm, bevor beide gemeinsam die Szenerie verließen. Die Inszenierung war so groß angelegt, dass sie Spekulationen über ein tatsächliches Match von Rousey bei AEW befeuert.
Crosspromotion für MMA-Comeback gegen Gina Carano
Der Zeitpunkt des Auftritts ist besonders pikant: Nur zwei Monate vor ihrem offiziellen MMA-Comeback gegen Legendenkollegin Gina Carano sorgt Rousey nun auch im Wrestling für Schlagzeilen. Das MMA-Duell wird von Jake Pauls Most Valuable Promotions vermarktet und exklusiv auf Netflix übertragen – ironischerweise einem Medienpartner von WWE.
„Der AEW-Auftritt ist perfekte Crosspromotion für beide Seiten“, analysieren Experten. Trotz ihrer umstrittenen Popularität in Teilen der Wrestling-Community bleibt Rousey mit rund 17 Millionen Instagram-Followern eine der einflussreichsten Sportlerinnen weltweit. Für AEW kommt ihre Präsenz kurz vor WWEs WrestleMania wie gerufen.
Weitere spektakuläre Comebacks bei Revolution
Rouseys Überraschungsauftritt war nicht die einzige Sensation des Abends. AEW-Boss Tony Khan präsentierte gleich mehrere spektakuläre Rückkehrer:
- Adam Copeland und Christian Cage (ehemals Edge und Christian) kehrten nach sechsmonatiger Abwesenheit zurück und attackierten die Tag-Team-Champions FTR
- Will Ospreay feierte nach Nacken-OP sein Comeback und rächte sich an Jon Moxley
- Kenny Omega nahm seine Fehde gegen Swerve Strickland wieder auf
- Mexikos Wrestling-Legende Mistico wurde als neuer fest verpflichteter Star vorgestellt
Ungewisse Zukunft für Rousey bei AEW
Ob Rousey tatsächlich ein Match für AEW bestreiten wird, bleibt unklar. Möglicherweise war ihr Auftritt nur ein Freundschaftsdienst für Shafir, deren Karriere bei AEW zuletzt deutlich an Fahrt aufgenommen hat. Die aufwendige Inszenierung spricht jedoch dafür, dass mehr geplant ist.
Als mögliche Bühne für ein Rousey-Match gilt die Megashow All In am 30. August im Londoner Wembley-Stadion. Bis dahin konzentriert sich die 39-Jährige zunächst auf ihr MMA-Comeback gegen Carano in Inglewood. Ihr AEW-Engagement könnte jedoch langfristig die Kräfteverhältnisse im Wrestling-Geschäft beeinflussen.
Für AEW ist die Verpflichtung Rouseys ein strategisch wichtiger Schachzug im Kampf gegen den Marktführer WWE. Nach den Abgängen von Topstars wie Cody Rhodes und CM Punk hatte die Liga an Strahlkraft verloren. Mit Rousey und weiteren Rückkehrern positioniert sich AEW nun neu – zur richtigen Zeit und mit prominenten Gesichtern.



