Nach der überraschenden 0:2-Niederlage der deutschen Nationalmannschaft gegen Ecuador ist die anfängliche WM-Euphorie um das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann verflogen. DFB-Sportdirektor Rudi Völler, bekannt als Meister der Besänftigung, wurde vom Verband als Muntermacher in die Öffentlichkeit geschickt. Aus Winston-Salem berichtet Peter Ahrens: Völler macht sich keine Sorgen.
Völler beschwichtigt nach Ecuador-Schock
„Wir haben ein junges Team, das sich noch entwickeln muss. So eine Niederlage gehört dazu“, erklärte Völler nach der Partie. Er betonte, dass man aus den Fehlern lernen werde und die Mannschaft weiterhin großes Potenzial habe. Die 0:2-Pleite gegen Ecuador sei kein Grund, die Ziele in Frage zu stellen.
DFB setzt auf Erfahrung von Völler
Der 64-jährige Völler ist seit 2023 als Sportdirektor im Amt und gilt als ausgleichende Kraft im Verband. Nach dem enttäuschenden Vorrundenaus bei der WM 2022 in Katar hatte er bereits mehrfach Krisen moderiert. „Rudi hat ein Händchen dafür, die Wogen zu glätten“, sagte ein DFB-Sprecher. Die Niederlage in Winston-Salem sei ein Rückschlag, aber kein Desaster.
Kritik an Nagelsmann wird leiser
Nach dem Spiel waren zunächst kritische Stimmen laut geworden, die die Aufstellung und Taktik von Bundestrainer Julian Nagelsmann hinterfragten. Völler stellte sich jedoch schützend vor den Coach: „Julian macht einen hervorragenden Job. Wir vertrauen ihm voll und ganz.“ Die Mannschaft habe gegen Ecuador einfach nicht ihren besten Tag gehabt.
Blick nach vorne: WM-Ziele bleiben bestehen
Trotz der Niederlage betonte Völler, dass die deutschen Ziele für die WM 2026 unverändert seien. „Wir wollen so weit wie möglich kommen. Das ist nach wie vor unser Anspruch.“ Die nächsten Spiele in der Gruppenphase würden zeigen, ob die Mannschaft die richtige Reaktion zeigen könne. „Ich bin überzeugt, dass wir uns steigern werden“, so Völler abschließend.



