Sammer verteidigt BVB-Trennung von Kehl als 'konsequenten Schritt'
Der sportliche Berater von Borussia Dortmund, Matthias Sammer, hat die Trennung des Vereins von Sportdirektor Sebastian Kehl ausdrücklich verteidigt. In einem ausführlichen Interview im Sky-Talkformat „Sammer & Basile - der Hagedorn-Talk“ bezeichnete der 58-Jährige die Entscheidung als logische Konsequenz der Entwicklungen der vergangenen Monate.
„Beide Parteien waren nicht mehr so nah beieinander“
„Ich glaube fest, dass es richtig war, sich zu trennen“, betonte Sammer mit Nachdruck. „Beide Parteien waren nicht mehr so nah beieinander, wie es für eine erfolgreiche Zusammenarbeit notwendig wäre. Dann ist es nur konsequent, diesen Schritt zu gehen.“ Der erfahrene Fußballfunktionär beschrieb die Situation so, dass sich Kehl und der Verein „ein bisschen aneinander abgearbeitet“ hätten.
Sebastian Kehl, ehemaliger Nationalspieler und langjährige Identifikationsfigur, war fast ein Vierteljahrhundert beim westfälischen Traditionsclub tätig – zunächst als Profispieler, später in verschiedenen Funktionärspositionen. Seine Absetzung markiert somit das Ende einer Ära beim BVB.
Neuanfang mit Nils-Ole Book als „fantastische Idee“
Als Nachfolger verpflichtete Borussia Dortmund Nils-Ole Book vom Zweitligisten SV Elversberg. Sammer hält diese Personalie für eine äußerst vielversprechende Entscheidung. „Sie ist mutig, sie ist eine Herausforderung, aber vor allem ist sie analytisch fundiert“, erklärte der Berater.
Gleichzeitig machte Sammer eine klare Ansage in Richtung des neuen Sportdirektors: „Was er vielleicht noch nicht hat – ich meine damit Titel –, dann bin ich mal mutig und sage voraus: Das wird er mit uns bald bekommen.“ Diese Aussage unterstreicht das Vertrauen, das der Verein in Books Fähigkeiten setzt.
Ratschlag für Kehl und Blick in die Zukunft
Für Sebastian Kehl hat Sammer einen wohlmeinenden Ratschlag parat: „Sebastian sollte jetzt ein bisschen durchschnaufen. Die Zeit des intensiven Engagements beim BVB war lang und fordernd. Ich bin überzeugt, dass er eine gute neue Position finden wird.“
Sammer betonte abschließend den konstruktiven Charakter der Trennung: „Manchmal kommt einfach der Zeitpunkt, an dem es nicht mehr passt und Reibungspunkte entstehen. Diese Entscheidung war richtig für alle Beteiligten. Der Verein hat jetzt die Möglichkeit, eine wichtige Veränderung vorzunehmen und frischen Wind in die Strukturen zu bringen.“
Der seit 2018 als externer Berater für den Bundesligisten tätige Sammer positioniert sich damit klar auf Seiten der Vereinsführung und unterstützt den eingeschlagenen Neuanfang nach der Kehl-Ära.



