Schalkes Defensive in der Krise: Abwehr-Routinier Becker spricht über Systemumstellung
Schalkes Defensive in der Krise: Becker spricht über Probleme

Schalkes Defensive wird zur Schwachstelle: Jetzt spricht Abwehr-Routinier Becker!

Die Abwehr von Schalke 04 war in der Hinrunde der Saison eine echte Stärke. Trotz negativer Rekorde im Angriff reichte es dank einer stabilen Defensive zur Herbstmeisterschaft. Torwart Loris Karius hielt in zehn Spielen den Kasten sauber, und die Abwehrreihe um Nikola Katic ließ den Gegnern kaum Torchancen. Doch in der Rückrunde hat sich dieses Bild schlagartig geändert.

Letzter Zu-Null-Sieg liegt im Dezember

Mit der gestiegenen Qualität im Angriff – etwa durch die Verpflichtung von Edin Dzeko – ist der königsblaue Offensivbereich inzwischen zum Herzstück der Mannschaft geworden. Einer der Leidtragenden dieser Entwicklung ist Publikumsliebling Timo Becker. Der 28-jährige Verteidiger verletzte sich im September am Knie mit einem Innenbandriss und feierte sein Comeback erst im Dezember gegen Nürnberg. Dieses Spiel endete mit einem 1:0-Sieg und markiert den letzten Zu-Null-Erfolg für das Team von Chefcoach Miron Muslic.

Becker äußert sich zu den aktuellen Problemen: „Wir wissen, woran das liegt. Wir haben die Szenen analysiert. Daran müssen wir noch ein bisschen arbeiten. Das hat aber nichts mit der Systemumstellung zu tun.“

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Systemumstellung auf Viererkette

Was der Ex-Kieler meint: Seit vier Spielen stellt Muslic seine Mannschaft in einer Viererkette auf. Becker spielt dadurch nicht mehr als Innen- oder Außenverteidiger, sondern in der Position des klassischen Rechtsverteidigers. „Wir wissen, dass wir einiges besser machen können. Da müssen wir wieder galliger werden und noch mehr den Prinzipien folgen. Dann kriegen wir das auch wieder hin“, erklärt der Defensivspieler.

Beim anstehenden Auswärtsspiel gegen Tabellenschlusslicht Fürth am Samstag um 20:30 Uhr (übertragen von Sky und RTL) darf aus Schalke-Sicht gerne wieder die Null stehen. Dies wäre wichtig, um die letzte vermeintliche Schwachstelle mit Blick auf den Aufstiegskampf zu beseitigen.

Becker relativiert die Kritik

Becker selbst sieht die Situation differenzierter: „Ich weiß nicht, ob es unbedingt eine Schwachstelle ist. Wir sind nicht so schlecht, dass jeder sagen muss, dass die Defensive schuld ist. Es ist eine Umstellung, an die man sich gewöhnen muss. Ich sehe in den Toren keine Fehler, die wir nicht auch mit fünf Verteidigern gemacht hätten.“

Klar ist jedoch: Mit einem Sieg in Fürth kann Schalke die Tabellenführung verteidigen und einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Aufstieg machen. Die Defensive muss dabei wieder zu alter Stärke finden, um den Erfolg der Hinrunde fortzusetzen.

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