Sexismus im Fußball: Schiedsrichterin Franziska Bergau berichtet von Vorurteilen
Schiedsrichterin Bergau spricht über Sexismus-Erfahrungen

Schiedsrichterin aus Halle erlebt Sexismus auf dem Fußballplatz

Franziska Bergau spielt seit ihrer Kindheit leidenschaftlich Fußball und ist seit zwei Jahren als Schiedsrichterin aktiv. Die 30-Jährige aus Halle berichtet nun offen über ihre Erfahrungen mit Sexismus und Vorurteilen im Fußballbetrieb. Ihre Motivation, die Pfeife in die Hand zu nehmen, entsprang einer Mischung aus Neugier und einem gewissen Trotz gegenüber bestehenden Strukturen.

Der Auslöser: Mangelnde Wertschätzung im Frauenfußball

Als Torhüterin bei Einheit Halle in der Verbandsliga beobachtete Bergau während ihrer Spiele immer wieder ein Phänomen: „Im Frauenfußball trifft man auch mal auf Schiedsrichter, denen man anmerkt, dass sie wenig Lust darauf haben“, erklärt die Sportlerin. Diese Erfahrung bestärkte sie in ihrem Entschluss, selbst die Verantwortung zu übernehmen und das Spiel aus einer neuen Perspektive zu leiten.

Alltägliche Vorurteile und ein prägender Vorfall

Obwohl Franziska Bergau große Freude an ihrer Tätigkeit als Linienrichterin findet, muss sie sich regelmäßig mit Vorurteilen auseinandersetzen. Besonders Männer neigen dazu, ihr das Abseits erklären zu wollen, obwohl sie die Regeln genau kennt und professionell ausübt. Ein konkreter Sexismusvorfall veränderte schließlich ihre Wahrnehmung nachhaltig und sensibilisierte sie für die strukturellen Probleme im Sport.

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Die Schiedsrichterin betont, dass solche Erlebnisse nicht nur persönlich verletzend sind, sondern auch die Autorität im Spiel untergraben. Sie wünscht sich mehr Respekt und Anerkennung für Frauen in Führungspositionen auf dem Platz. Ihre Geschichte wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, mit denen weibliche Schiedsrichterinnen im traditionell männlich dominierten Fußballumfeld konfrontiert sind.

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