Bundesliga-Premiere: Schiri-Chef Knut Kircher kommentiert DAZN-Konferenz live
Schiri-Chef Kircher kommentiert Bundesliga-Konferenz bei DAZN

Historische Premiere in der Bundesliga

Das gab es in der Geschichte der deutschen Bundesliga noch nie: Der Chef der Schiedsrichter, Knut Kircher (57), wird am kommenden Samstag beim Streamingdienst DAZN live im Einsatz sein. Der ehemalige Bundesliga-Referee wird die Vorlaufberichterstattung begleiten, während der Konferenz kommentieren und in der Highlight-Show strittige Szenen sowie Entscheidungen seiner Kollegen fachkundig einordnen und erklären.

Einblicke aus erster Hand für die Fans

Kircher, der seit Juli 2024 als Geschäftsführer Sport und Kommunikation der DFB Schiri GmbH fungiert und damit Nachfolger von Lutz Michael Fröhlich ist, wird gemeinsam mit den Kommentatoren des Sportsenders im Studio Platz nehmen. Diese außergewöhnliche Zusammenarbeit wurde von DAZN offiziell bestätigt und verspricht den Fußballfans in Deutschland einmalige Einblicke in die Welt der Schiedsrichterentscheidungen.

Die Ankündigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Diskussionen um den Video-Assistenten-Referee (VAR) wieder hochkochen. Erst am vergangenen Wochenende sorgte der lange VAR-Eingriff von drei Minuten und achtzehn Sekunden beim Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Patrick Ittrich im Spiel zwischen Mainz und Augsburg (2:0) für kontroverse Debatten in der Fußballgemeinschaft.

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Kirchers klare Worte zur VAR-Problematik

Zu dieser speziellen Szene hatte sich Schiri-Boss Kircher bereits am Sonntag in der Sendung „BILD SPORT bei Welt TV“ deutlich positioniert. „Die Dauer des Checks darf nicht drei Minuten gehen. Das ist nicht mehr akzeptabel, da müssen wir schneller werden“, stellte Kircher unmissverständlich klar.

Weiter führte der DFB-Schiri-Chef aus: „Vom Schiedsrichter kam kein Impuls, zu sagen, ich fühle mich ein Stück weit unsicher.“ Auch der VAR Johann Pfeifer hätte nach Ansicht Kirchers bei den strittigen Bildern dem Schiedsrichter nicht kommuniziert, sich die Szene selbst noch einmal anzusehen. „Daran müssen wir arbeiten, denn das wird nicht akzeptiert“, betonte Kircher mit überraschender Offenheit.

Die beteiligten Schiedsrichter im weiteren Einsatz

Schiedsrichter Patrick Ittrich, der zuletzt das Pokalspiel zwischen Hertha BSC und dem SC Freiburg (4:5 n.E.) leitete, wird am kommenden Wochenende als Video-Assistent beim Zweitliga-Spiel zwischen Eintracht Braunschweig und SV Darmstadt 98 (Samstag, 13 Uhr) im Einsatz sein. Sein Video-Kollege aus dem umstrittenen Augsburg-Spiel, Johann Pfeifer, arbeitet unterdessen als VAR unter FIFA-Schiedsrichter Harm Osmers beim hochbrisanten griechischen Topspiel zwischen PAOK Saloniki und AEK Athen (Sonntag, 18.30 Uhr).

Diese außergewöhnliche Kooperation zwischen dem DFB-Schiri-Chef und dem Streamingdienst DAZN markiert einen neuen Schritt in der Transparenzbemühungen des deutschen Fußballs. Die Fans dürfen gespannt sein, welche weiteren Einblicke und Erklärungen Knut Kircher während der Bundesliga-Konferenz liefern wird.

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