Schlotterbeck-Diagnose: WM 2026 in Gefahr
Schlotterbeck-Diagnose: WM 2026 in Gefahr

Borussia Dortmund muss für lange Zeit auf Nico Schlotterbeck verzichten. Der Nationalspieler zog sich im Training einen Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie zu. Das ergab eine MRT-Untersuchung am Dienstag. Damit droht dem 24-Jährigen nicht nur das Saison-Aus, sondern auch die Teilnahme an der WM 2026 ist in Gefahr.

Schwere Diagnose für Schlotterbeck

Die Verletzung ereignete sich in einer unglücklichen Aktion während des Mannschaftstrainings. Schlotterbeck knickte ohne Gegnereinwirkung um und musste humpelnd vom Platz. Die anschließende Diagnose bestätigte die schlimmsten Befürchtungen: Kreuzbandriss. BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl zeigte sich bestürzt: „Das ist ein schwerer Schlag für uns und vor allem für Nico. Wir werden ihn in dieser schwierigen Phase bestmöglich unterstützen. Er ist ein Kämpfer und wird zurückkommen.“

Ausfallzeit und WM-Risiko

Die durchschnittliche Ausfallzeit bei einer solchen Verletzung beträgt sechs bis neun Monate. Sollte die Rehabilitation komplikationslos verlaufen, könnte Schlotterbeck frühestens im Oktober 2025 wieder spielen. Die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko beginnt im Juni 2026. Damit bleibt nur ein schmales Zeitfenster, um sich Form und Spielpraxis für das Turnier zu holen. Nationaltrainer Julian Nagelsmann äußerte sich besorgt: „Nico war bei uns auf einem sehr guten Weg. Wir hoffen, dass er rechtzeitig fit wird. Aber die Gesundheit geht vor.“

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BVB vor personeller Herausforderung

Für den BVB kommt die Verletzung zur Unzeit. In der Abwehrzentrale ist Schlotterbeck gesetzt. Mit Mats Hummels und Niklas Süle stehen zwar erfahrene Alternativen bereit, doch beide hatten zuletzt mit Formschwankungen zu kämpfen. Trainer Edin Terzić muss nun umplanen. „Wir haben einen tiefen Kader, aber Nico ist schwer zu ersetzen. Seine Spieleröffnung und sein Zweikampfverhalten werden uns fehlen“, so Terzić. Gerüchte über eine mögliche Winter-Nachverpflichtung wies Kehl zurück: „Wir vertrauen unserem Kader. Jetzt ist Zeit für Zusammenhalt.“

Operation und Reha-Plan

Schlotterbeck wird in den nächsten Tagen in der renommierten Hessing Klinik in Augsburg operiert. Der Eingriff soll das gerissene Band durch eine körpereigene Sehne ersetzen. Die Reha wird von BVB-Ärzten und Physiotherapeuten begleitet. Der Verein setzt auf einen schonenden Aufbau, um Folgeschäden zu vermeiden. Schlotterbeck selbst zeigte sich auf Instagram kämpferisch: „Es trifft mich hart, aber ich gebe nicht auf. Ich komme stärker zurück.“

Auswirkungen auf die Nationalmannschaft

Schlotterbeck hatte sich in der Nationalelf zuletzt als Stammkraft etabliert. In der WM-Qualifikation stand er in drei von vier Spielen in der Startelf. Sein Ausfall schwächt die Optionen in der Innenverteidigung. Nagelsmann kann auf Antonio Rüdiger, Jonathan Tah und Robin Koch zurückgreifen. Dennoch bleibt Schlotterbecks Verletzung ein Rückschlag für die DFB-Elf. „Er ist ein Spieler mit Perspektive. Wir werden ihn nicht aus den Augen verlieren“, so Nagelsmann.

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