Schlotterbeck übersteht frühen Platzverweis und köpft BVB in Führung
Schlotterbeck übersteht frühen Platzverweis und köpft BVB in Führung

Nico Schlotterbeck war der umstrittene Spieler im Topspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München. Der Innenverteidiger entging in der 18. Minute einer frühen Roten Karte, nachdem er mit einer riskanten Grätsche Josip Stanišić gefoult hatte. Schiedsrichter Sven Jablonski zeigte nur Gelb, obwohl Stanišić behandelt werden musste und später Blutspuren am Schienbein sichtbar waren. Schlotterbeck selbst räumte ein: „Ich glaube, dass man da schon Rot geben kann. Da hatte ich ein bisschen Glück.“

Nur fünf Minuten nach dieser Szene köpfte Schlotterbeck sein Team per Freistoß in Führung. Er nutzte eine Standardsituation aus, indem er sich im Rücken von Jonathan Tah versteckte und den Ball präzise ins lange Eck setzte. Sein Torjubel war ausgelassen: Er krempelte den Ärmel hoch, zeigte seinen Bizeps und sprang auf die Werbebande, um den Fans nah zu sein. Eine zweite Gelbe Karte wegen dieses Jubels blieb ihm erspart, obwohl er sich im Ermessensspielraum des Schiedsrichters bewegte.

In der 69. Minute verursachte Schlotterbeck jedoch einen Elfmeter, als er Stanišić im Strafraum minimal berührte. Der Kontakt war gering, aber ausreichend für den Strafstoß, den Harry Kane zum 2:2 verwandelte. Am Ende gewannen die Münchner 3:2 und vergrößerten ihren Vorsprung auf elf Punkte. Schlotterbecks gemischte Leistung – Glück bei der Grätsche, ein Tor und ein folgenschwerer Elfmeter – prägte das Spiel.

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Der BVB liegt nun elf Punkte hinter den Bayern, womit Schlotterbecks frühere Aussage, man müsse den Fans sagen, dass man Meister werden wolle, an Bedeutung verloren hat. Die Niederlage war ein herber Rückschlag im Titelkampf.

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