Schlotterbeck gesteht Glück bei umstrittenem Foul gegen Stanisic
Schlotterbeck: Glück bei Stanisic-Foul - Fast zweimal Rot

Schlotterbeck gesteht Glück bei umstrittenem Foul gegen Stanisic

Es fehlte nicht viel – und der Nationalspieler hätte binnen einer Woche zum zweiten Mal die Rote Karte gesehen. Borussia Dortmunds Fußball-Nationalspieler Nico Schlotterbeck hätte seinen zweiten Platzverweis in nur sieben Tagen zähneknirschend akzeptiert. „Ich glaube, dass man da schon Rot geben kann. Da hatte ich ein bisschen Glück, ja“, sagte Schlotterbeck nach dem spektakulären 2:3 (1:0) gegen den deutschen Rekordmeister Bayern München.

Zweite Rote Karte binnen einer Woche knapp vermieden

Schlotterbeck hatte erst unter der Woche beim bitteren Playoff-Aus in der Champions League bei Atalanta Bergamo (1:4) als Ersatzspieler wegen einer Szene abseits des Feldes die Rote Karte gesehen. Nur vier Tage später drohte ihm gegen die Münchner ein ähnliches Schicksal: In der 18. Minute traf er den Münchner Josip Stanisic bei einem harten Foul mit den Stollen am linken Bein, sah dafür von Schiedsrichter Sven Jablonski aber lediglich die Gelbe Karte.

„Ich habe das Gefühl, dass ich erst am Ball war und dann ihn schon ordentlich treffe“, sagte Schlotterbeck zur unglücklichen Szene. „Es ist sau unglücklich in meinen Augen. Man sieht, dass ich über den Ball ausrutsche, sonst treffe ich ihn auch nicht am Schienbein, sondern gehe unten durch.“

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Torjubel und Foulelfmeter sorgen für weitere Diskussionen

Nach der umstrittenen Situation erzielte der Innenverteidiger per Kopf die BVB-Führung (26.) und riskierte anschließend eine erneute Verwarnung. Schlotterbeck sprang beim Torjubel über die Bande und jubelte mit den Fans, was allerdings nicht gegen das Regelwerk verstieß – und hätte bei Schlotterbeck auch für Unverständnis gesorgt.

„Ich wollte nicht über die Bande, sondern nur auf die Bande springen. Ich habe das Gleichgewicht verloren. Wenn man alles ausmustert, dann haben wir keinen Fußball mehr, dann spiele ich irgendwann Schach. Wenn ich dafür eine Gelbe Karte bekomme, dann hört es auf“, sagte der 26-Jährige, der auch in der Folge im Mittelpunkt stand.

In der packenden zweiten Hälfte verursachte er mit einem Einsteigen, erneut gegen Stanisic, einen Foulelfmeter (69.). Diesen verwandelte Harry Kane zum zwischenzeitlichen 2:1 der Gäste. „Es ist ein sehr, sehr leichter Kontakt“, sagte Schlotterbeck. „Mir dafür Gelb zu geben, wüsste ich jetzt nicht. Hatte ich jetzt gar nicht auf dem Schirm, sondern ich habe eher gemerkt, dass es kleiner Kontakt war. Ob es Elfmeter war, sollen andere entscheiden.“

Die Szene unterstreicht die emotionale und physische Intensität des Bundesliga-Spitzenspiels, bei dem Schlotterbeck trotz seiner umstrittenen Aktionen eine prägende Rolle einnahm. Seine ehrliche Reflektion der Vorfälle zeigt die Gratwanderung zwischen hartem Einsatz und regelkonformem Verhalten im modernen Profifußball.

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