Der SC Freiburg schreibt Fußball-Geschichte – und Julian Schuster ist mittendrin. Nach dem 3:1-Sieg im Halbfinal-Rückspiel der Europa League gegen Sporting Braga erreichten die Freiburger am Donnerstagabend erstmals in ihrer Vereinshistorie ein internationales Finale. Dort treffen sie am 20. Mai in Istanbul auf Aston Villa.
Bescheidenheit trotz historischem Erfolg
Seine Bescheidenheit hat Julian Schuster auch nach diesem Erfolg nicht abgelegt. „Vor dem Spiel neben Jogi und Lothar zu stehen – das ist schon wie der kleine Junge vom Land“, sagte der Trainer der Badener nach dem Final-Einzug schmunzelnd. Direkt vor der Partie hatte er noch die üblichen TV-Interviews gegeben – flankiert von Rekordnationalspieler Lothar Matthäus und Ex-Bundestrainer Joachim Löw, einer Freiburger Club-Ikone. „Das ist schon toll“, meinte der 41-Jährige, der erst seine zweite Saison als Profi-Chefcoach bestreitet.
Dankbarkeit gegenüber Vorgänger Streich
Er verspüre große Dankbarkeit, die Arbeit seiner Vorgänger fortsetzen zu dürfen, sagte Schuster – auch angesprochen auf Christian Streich. Der 60-Jährige, den er im Sommer 2024 als Freiburger Cheftrainer abgelöst hatte, war beim Sieg gegen Braga ebenfalls im Stadion und saß auf der Tribüne. „Ich hoffe sehr, dass diese Menschen genau wissen, welchen Anteil sie an dem haben, was wir heute alle gemeinsam erreicht haben“, sagte Schuster. Einmal mehr zeigte er die für ihn und seinen Club typische Bescheidenheit.
Historischer Moment für den SC Freiburg
Der Einzug ins Finale der Europa League ist der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Nach einer starken Saison in der Bundesliga und beeindruckenden Auftritten in Europa belohnt sich die Mannschaft nun mit dem Finale. Für Trainer Schuster ist es der vorläufige Höhepunkt einer noch jungen Karriere als Cheftrainer. Er betonte, dass der Erfolg das Ergebnis einer gemeinsamen Anstrengung sei, bei der auch die Fans eine große Rolle spielten.



