0:0 bei Schwartz-Premiere: Preußen Münster holt wertvollen Hoffnungspunkt in Kiel
Schwartz-Premiere: Preußen Münster holt Punkt in Kiel

Nullnummer mit Signalwirkung: Preußen Münster holt unter Schwartz ersten Punkt

Nach einer Serie von verheerenden Niederlagen hat das Zweitliga-Schlusslicht Preußen Münster unter neuem Trainer Alois Schwartz endlich wieder einen positiven Akzent gesetzt. Bei der Premiere des 59-jährigen Trainers erkämpften sich die „Schwarz-Weiß-Grünen“ im Holstein-Stadion in Kiel ein torloses 0:0-Unentschieden und stoppten damit den bisherigen Abwärtstrend.

Erster sichtbarer Pflock nach turbulenten Wochen

Nach 47 Gegentreffern in der laufenden Saison und allein neun in den beiden vorangegangenen Partien – einer 0:6-Niederlage in Dresden und einer 1:3-Heimpleite gegen Magdeburg – stand für Münster endlich wieder eine „weiße Weste“ auf dem Konto. Torhüter Johannes „Jojo“ Schenk, der erst zum dritten Mal in dieser Spielzeit ohne Gegentor blieb, zeigte sich nach dem Spiel erleichtert: „Wir haben aufopferungsvoll gekämpft und sind gerannt bis zum Kotzen. Dieser eine Zähler ist extrem wichtig und besser als keiner.“

Unter dem Strich bleiben die Preußen zwar auch nach 28 Spieltagen auf dem letzten Tabellenplatz, doch der Auftritt in Kiel markierte einen deutlichen Schritt nach vorn. Neu-Coach Schwartz hatte eine leblose Truppe vorgefunden, doch in Norddeutschland stand plötzlich wieder eine kämpferische Einheit auf dem Platz.

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Taktische Disziplin und verpasste Konterchancen

Die Schwartz-Taktik basierte auf einer stabilen Defensive mit der Dreierkette aus Jannis Heuer, Niko Koulis und Paul Jaeckel, von der aus gefährliche Umschaltmomente generiert werden sollten. Während die Hausherren von Holstein Kiel den Kasten der Preußen relativ planlos belagerten, hatten die Münsteraner nach der Pause drei glasklare Konterchancen durch Joshua Mees (64. Minute), Etienne Amenyido (74.) und Oscar Vilhelmsson (90.).

Alle drei Möglichkeiten blieben jedoch ungenutzt, was Trainer Schwartz nach dem Spiel bedauerte: „Schade, das waren genau die Möglichkeiten, die wir uns erhofft hatten. Ärgerlich, dass wir keine nutzen konnten.“ Dennoch zeigte er sich insgesamt zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, die sich vehement gewehrt und konsequent im tiefen Block verteidigt habe.

Aufbauarbeit und personelle Sorgen

Die mitgereisten Fans – der Gästeblock mit 1448 Plätzen war ausverkauft – feierten ihre Mannschaft nach der Punkteteilung für den guten Auftritt. Für die kommenden sechs Spiele bis zur erhofften Rettung muss nun auf dieser Leistung aufgebaut werden. Bereits am kommenden Samstag wartet mit dem Heimspiel gegen den Tabellensiebzehnten Greuther Fürth ein echter Pflichtdreier.

Fraglich ist jedoch, ob Offensivspieler Oliver Batista-Meier dafür zur Verfügung stehen wird. Der 24-Jährige, einer der technisch begabtesten Spieler im Münsteraner Kader, musste in Kiel bereits nach 16 Spielminuten mit einer Schulterverletzung vom Feld. Eine MRT-Untersuchung zu Wochenbeginn soll das genaue Ausmaß der Verletzung klären.

Für Alois Schwartz und seine Mannschaft bleibt die Erkenntnis: Der erste Punkt unter neuer Führung ist geholt, die Hoffnung auf den Klassenerhalt lebt wieder – auch wenn der Weg dorthin noch steinig bleiben wird.

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