Spanien hat sich bei der Fußball-Weltmeisterschaft eindrucksvoll zurückgemeldet. Nach dem enttäuschenden 0:0 gegen Kap Verde zum Auftakt besiegte der Europameister Saudi-Arabien in Atlanta klar mit 4:0 (3:0). Vor 68.239 Zuschauern avancierte der erst 17-jährige Lamine Yamal zum Matchwinner. Der Jungstar, der von Trainer Luis de la Fuente nach langer Verletzungspause in die Startelf beordert wurde, erzielte in der 10. Minute die Führung. Es war sein erster Treffer bei einer Weltmeisterschaft und zugleich das erste spanische Tor nach 289 Minuten ohne eigenen Erfolg. Die Sportzeitung „Marca“ hatte zuvor eindringlich auf diese Durststrecke hingewiesen.
Yamal und Oyarzabal überzeugen
Yamal war bei seinem Tor zwei Wochen jünger als Lionel Messi bei dessen erstem WM-Tor. Eine spanische Bestmarke verpasste er jedoch: Barça-Teamkollege Gavi war 2022 bei seinem Tor über ein halbes Jahr jünger. Mikel Oyarzabal legte mit einem Doppelpack in der 21. und 24. Minute nach und sorgte bereits vor der ersten Trinkpause für klare Verhältnisse. Der 29-Jährige, der im ersten Spiel noch ohne Ballkontakt in den ersten 30 Minuten geblieben war – ein Negativrekord seit Beginn der Datenaufzeichnung 1966 – traf diesmal aus dem Gewühl nach einer Ecke und nach einer Kombination, die die saudische Abwehr überforderte. Kurz vor der Halbzeit scheiterte er zudem an der Latte (36.).
Eigentor besiegelt Niederlage
In der zweiten Halbzeit nahm Trainer de la Fuente sowohl Yamal als auch Oyarzabal vom Platz, offenbar um sie für das weitere Turnier zu schonen. Der Treffsicherheit Spaniens schadete dies nicht. Ein Eigentor von Hassan Al-Tambakti in der 49. Minute, nachdem Marc Cucurellas Schuss von Keeper Mohammed Al-Owais an den Abwehrspieler prallte, ließ die Saudis endgültig verzweifeln. Ein fünfter Treffer von Ferran Torres in der Nachspielzeit wurde nach langer Videoprüfung wegen Abseits aberkannt. „Das war das perfekte Geburtstagsgeschenk“, sagte de la Fuente, der an seinem 65. Geburtstag den Sieg bejubeln durfte. Spanien präsentierte sich gegen schwache Saudis, die als WM-Gastgeber 2034 feststehen, völlig verändert und suchte konsequent den Abschluss.



