Die Klubführung von Fortuna Düsseldorf ist nach dem Absturz in die Drittklassigkeit neu aufgestellt. Nach dem Aus von Arnd Hovemann (52) als Finanzchef Ende der vergangenen Woche soll Michael Staade (58) neuer Herr der Zahlen werden. Anders als sein Vorgänger jedoch nur ehrenamtlich.
Staade kommt – Bericht der Rheinischen Post
Die „Rheinische Post“ berichtete als erste, dass Staade kommen soll. Zusammen mit Sportvorstand Sami Arabi (47), seit gut drei Wochen Nachfolger von Sven Mislintat (53), und Boss Alexander Jobst (52) soll er den Klub wieder auf die Beine stellen. Jobst ist damit nach dem Abstieg in die 3. Liga der Letzte, der aus der alten Führung verbleibt.
In Düsseldorf kein Unbekannter
Staade ist in Düsseldorf kein Unbekannter. Seit 2014 führt er als Präsident die Düsseldorfer EG, die inzwischen in die Zweitklassigkeit abgeschmiert ist. Hauptberuflich ist Staade Unternehmensberater und Krisenmanager.
In den nächsten Tagen soll seine Verpflichtung offiziell verkündet werden. Zum 1. Juli soll Staade das Amt antreten. Die Zeit drängt: Vor allem muss festgelegt werden, wie viel Geld für den Sport zukünftig mindestens zur Verfügung steht. Jobst hatte zuletzt von einer Summe von 6 bis 9 Mio. Euro gesprochen.
Wechsel im Aufsichtsrat
Aufsichtsrats-Chef Björn Borgerding (44) und sein Stellvertreter Sebastian Fuchs (49) sind seit Januar 2020 im Amt und seither aus der Bundesliga bis in die 3. Liga abgestürzt. Borgerding hatte zuletzt erklärt: „Durch den Abstieg müssen wir die Besetzung des Vorstands an die wirtschaftlichen Gegebenheiten an die 3. Liga anpassen.“ Auch deshalb wechseln sie den hauptamtlichen Finanzvorstand Hovemann, dessen Vertrag durch den Abstieg erloschen war, gegen den ehrenamtlichen Staade aus.
Die beiden Aufsichtsrats-Chefs müssen sich spätestens im November der Wiederwahl stellen – so sie das dann wollen. Und dann müssen die Mitglieder entscheiden, ob sie so weitermachen wollen.



