Stanislav Fehler geht in seine zweite Saison beim FC Rot-Weiß Erfurt. Der 23-Jährige, der vergangenen Sommer als einer der Top-Zugänge vom SV Sandhausen nach Thüringen wechselte, spricht über die Vorwürfe, arrogant zu sein, und seine eigene Unzufriedenheit.
Fünf Tore und zehn Vorlagen – aber Schatten auf der Leistung
In der vergangenen Saison zeigte Fehler mit fünf Toren und zehn Vorlagen sein Potenzial. Dennoch blieb ein negativer Eindruck: Immer wieder wurde ihm eine schlechte Körpersprache vorgeworfen, viele hielten ihn für arrogant. „So will ich gar nicht sein“, stellt Fehler klar.
Verletzungen und Positionswechsel als Ursache
Der gebürtige Paderborner erklärt die Hintergründe: „Ich kam mit einer klaren Rolle und Position in die Mannschaft. Meine Stärke ist es, mit dem Ball am Fuß gefährliche Situationen zu kreieren. Die vielen Verletzten haben alles durcheinandergebracht. Ich musste, wie alle anderen auch, ständig rotieren.“ Dadurch verlor er seine bevorzugte Position im offensiven Zentrum und wurde häufig auf den Flügeln eingesetzt.
Selbstkritik und Optimismus für die Zukunft
Fehler räumt ein: „Ich weiß, dass meine Körpersprache manchmal so wirkt, als hätte ich keine Lust oder wäre arrogant. Das Problem lag aber bei mir selbst.“ Der Verlust seiner Position setzte ihm zu: „Ich habe mit mir selbst gehadert. Ich war sehr verkopft, weil ich mich gefragt habe, warum ich meine eigentliche Position nicht mehr spiele. Da habe ich im Laufe der Saison etwas den Faden verloren.“ Für die neue Spielzeit blickt er optimistisch nach vorn. Nach der Vorbereitung will er das Gespräch mit den Verantwortlichen suchen. Gleichzeitig stellt er klar: „Ich spiele dort, wo ich gebraucht werde. Trotzdem bin ich nach wie vor überzeugt, dass ich im Zentrum am stärksten bin.“



