Österreich feiert WM-Achtelfinale nach 3:3 gegen Algerien
Österreich feiert WM-Achtelfinale nach 3:3 gegen Algerien

Österreich hat bei der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko die K.O.-Runde erreicht. Das entscheidende Gruppenspiel gegen Algerien endete 3:3 – ein Last-Minute-Wahnsinn, der die Mannschaft um Teamchef Ralf Rangnick ins Achtelfinale katapultierte. Nach dem Schlusspfiff brach auf dem Platz und in der Kabine großer Jubel aus.

Kabinenparty mit Rangnick als Vorsänger

Videos, die auf dem offiziellen Instagram-Kanal des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB) veröffentlicht wurden, zeigen eine ausgelassene Feier. Rangnick, sonst eher zurückhaltend, stimmte gemeinsam mit den Spielern das Lied „Strada del Sole“ an. Der italienische Klassiker von 1987 wurde zur Hymne des Abends. Die Szene erinnerte an legendäre Kabinenpartys nach großen Erfolgen.

„Es ist unglaublich, wie diese Mannschaft gekämpft hat“, sagte Rangnick später in einem Interview. „Ich habe im Moment keine Worte für das, was hier passiert ist. Wir haben uns diesen Einzug verdient.“ Auch die Spieler zeigten sich überwältigt. Kapitän Marko Arnautović postete auf Social Media ein Video mit dem Song „West Coast“ – eine Anspielung auf den Austragungsort des Turniers.

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Dramatischer Spielverlauf

Die Partie gegen Algerien war ein Wechselbad der Gefühle. Österreich lag zweimal zurück, kämpfte sich aber jedes Mal zurück. In der Nachspielzeit gelang der Ausgleich zum 3:3, der den Einzug ins Achtelfinale sicherte. Die algerische Mannschaft warf alles nach vorne, doch die Österreicher hielten stand. Kommentatoren des ORF gerieten bei den Toren außer sich und feierten die Mannschaft lautstark.

Der Einzug in die K.O.-Runde ist für Österreich der größte Erfolg seit der WM 1998 in Frankreich, als man ebenfalls das Achtelfinale erreichte. Damals scheiterte man jedoch an Italien. Diesmal trifft die Mannschaft auf einen noch nicht bekannten Gegner aus Gruppe F.

Rangnick: Vom Kritiker zum Held

Noch vor wenigen Monaten stand Rangnick in der Kritik. Nach einem Homophobie-Skandal hatte er drei Nationalspieler aus dem Kader gestrichen. Die Entscheidung war umstritten, doch Rangnick blieb hart. „Ich stehe für Werte wie Respekt und Toleranz. Das ist nicht verhandelbar“, erklärte er damals. Nun feiern ihn Fans und Spieler als Retter des österreichischen Fußballs.

Lothar Matthäus, selbst WM-Held von 1990, kommentierte den Erfolg mit deutlichen Worten: „Was Rangnick hier aufgebaut hat, ist sensationell. Diese Mannschaft hat Charakter gezeigt. Das ist nicht fair? Doch, das ist absolut fair.“ Auch andere Experten lobten die taktische Disziplin und den Kampfgeist der Österreicher.

Ausblick auf das Achtelfinale

Am 28. Juni 2026 um 20:03 Uhr deutscher Zeit war der Sieg perfekt. Die Feierlichkeiten zogen sich bis in die frühen Morgenstunden. Nun richtet sich der Blick auf das Achtelfinale. Gegner wird entweder Spanien, Deutschland oder Kamerun sein. Die Österreicher sind bereit für die nächste Überraschung. „Wir haben gezeigt, dass wir mit den Besten mithalten können“, so Rangnick. „Jetzt wollen wir mehr.“

Die Stimmung im Team ist euphorisch. Auf Social Media kursieren Videos, in denen die Spieler zu Scooter-Songs tanzen. Ein KI-generiertes Video, das Österreich bereits als Weltmeister zeigt, sorgt für Lacher. Doch Rangnick mahnt zur Konzentration: „Die Party ist vorbei. Ab morgen bereiten wir uns auf das nächste Spiel vor.“

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