Stögers Traumtor beendet Gladbacher Freistoß-Fluch nach über fünf Jahren
Ein absoluter Traumtreffer hat am Freitagabend die lange Leidenszeit von Borussia Mönchengladbach bei direkten Freistößen beendet. Kevin Stöger (32) hämmerte beim 2:0-Heimsieg gegen den FC St. Pauli den Ball aus 25 Metern exakt in den Winkel und erzielte damit die wichtige 1:0-Führung für seine Mannschaft.
Erstes Saisontor nach intensiver Fokussierung
Es handelte sich um Stögers ersten Treffer in dieser Saison – eine regelrechte Tor-Explosion, die auf ein bewusstes Social-Media-Aus folgte. Der österreichische Mittelfeldspieler hatte nach einer frustrierenden Hinrunde seinen Instagram-Account deaktiviert, um sich vollständig auf Training und Spiele konzentrieren zu können.
„Bei einem so großen Verein wie Borussia ist der Druck immens“, erklärte Stöger nach dem Spiel. „Da springen viele Leute drauf, wenn es nicht läuft. Ich habe Instagram abgemeldet, um die ganze Energie auf den Platz zu bringen. Gegen St. Pauli habe ich mich selbst belohnt.“
Historische Bedeutung des Treffers
Der Freistoßtreffer beendete eine über fünf Jahre andauernde Durststrecke für die Gladbacher. Das letzte direkte Freistoßtor für Borussia hatte Ex-Kapitän Lars Stindl (37) am 15. Dezember 2020 gegen Eintracht Frankfurt erzielt. Seit diesem Zeitpunkt war kein Gladbacher Spieler mehr per direktem Freistoß erfolgreich gewesen.
Stöger betonte die taktische Vorbereitung: „Vor dem Spiel war es bei uns ein großes Thema, dass dieses Spiel auch durch Standards entschieden werden kann. So ist es gekommen, ich bin extrem happy.“
Lob von Mannschaft und Management
Borussias Sportvorstand Rouven Schröder (50) zeigte sich nach dem wichtigen Heimsieg erleichtert und voll des Lobes für Stöger: „Kevin hat ein sehr, sehr, sehr engagiertes Spiel gemacht. Er hatte hier eine harte Zeit, hat sich aber zurückgekämpft und nicht nur sich, sondern die gesamte Mannschaft mit diesem Traumtor belohnt.“
Auch Mannschaftskapitän Nico Elvedi (29), der zum zweiten Mal in dieser Bundesliga-Saison für den gesperrten Rocco Reitz (23) die Kapitänsbinde trug, freute sich mit dem Torschützen: „Das Tor von Kevin war überragend – ich gönne es ihm sehr.“
Persönlicher Durchbruch nach schwieriger Phase
Die Hinrunde war für Stöger persönlich äußerst enttäuschend verlaufen. Viele Experten hatten bereits mit einem Wechsel des Österreichers während der Wintertransferperiode gerechnet. Stattdessen entschied sich Stöger für einen radikalen Schritt: Er zog sich komplett aus den sozialen Medien zurück, um alle Energie auf seine sportliche Leistung zu konzentrieren.
Diese Entscheidung zahlte sich nun mit dem wichtigen Treffer gegen St. Pauli aus. Der Freistoß aus 25 Metern Entfernung traf perfekt und ließ dem gegnerischen Torhüter keine Chance. Das Tor bedeutete nicht nur den sportlichen Durchbruch für Stöger in dieser Saison, sondern auch das Ende einer statistischen Besonderheit für den gesamten Verein.
Die Mannschaft von Borussia Mönchengladbach konnte mit dem 2:0-Erfolg wichtige Punkte im Kampf um die internationalen Plätze sammeln. Stögers Treffer in der ersten Halbzeit gab dabei die entscheidende Richtung vor, bevor die Gladbacher das Ergebnis in der zweiten Spielhälfte noch ausbauen konnten.



