Abwehrspieler Jonathan Tah vom FC Bayern München hat vor dem Halbfinal-Rückspiel der Champions League gegen Paris Saint-Germain eine klare Ansage gemacht. Trotz der 4:5-Niederlage im Hinspiel mit fünf Gegentoren will der Nationalspieler an der gewohnten Spielweise festhalten. "Grundsätzlich hat uns unsere Spielweise dahin gebracht, wo wir gerade sind. Deshalb glaube ich nicht, dass wir irgendwas daran ändern sollten", sagte Tah vor dem zweiten Duell mit dem Titelverteidiger am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN).
Tah setzt auf Mut und Aggressivität
Um die Offensivstars der Pariser um Ousmane Dembélé, Chwitscha Kwarazchelia und Désiré Doué in den Griff zu bekommen, setzt der 30-Jährige auf die Tugenden des FC Bayern. "Das Wichtigste ist einfach unsere Spielweise, dass wir mutig sind, dass wir aggressiv sind, die Zweikämpfe gewinnen, im Einzelnen wie auch als Team insgesamt Duelle gewinnen, zweite Bälle gewinnen", erklärte Tah.
Eigenes Offensivtrio als Trumpf
Der Defensiv-Routinier vertraut dabei auch auf die eigene Offensive um Harry Kane, Michael Olise und Luis Díaz, die in dieser Saison herausragende Leistungen zeigen. Das Trio mache auch ihn jeden Tag besser, so Tah: "Es ist überragend, mit diesen Jungs jeden Tag zu trainieren. Deren Qualität macht dich jeden Tag besser, sie fordern dich jeden Tag." Mit einem Schmunzeln fügte er hinzu: "Ich bevorzuge es, ihnen zuzusehen, wie sie andere Verteidiger killen."
Kompany: "Innerliche Ruhe" vor dem Spiel
Während Tah von einer großen Anspannung vor dem bislang wichtigsten Spiel der Saison sprach, berichtete Trainer Vincent Kompany von einer "innerlichen Ruhe". Er wolle die Emotionen des Duells nicht zu früh an sich heranlassen. "Ich werde keine Probleme haben, heute Abend Schlaf zu finden. Ich fühle den Druck des Spiels noch überhaupt nicht", sagte Kompany.
Personelle Lage entspannt sich
Der Coach setzt auf eine umfangreiche Vorbereitung und einen breiten Kader. Bis auf Nationalspieler Serge Gnabry seien "alle fit und dabei", verkündete er. "Und das brauchst du in so einem Spiel." Im Abschlusstraining an der Säbener Straße waren auch die zuletzt verletzten Lennart Karl und Raphaël Guerreiro wieder dabei. Sie geben Kompany mehr Wechselmöglichkeiten für das entscheidende Duell.



