Ter Stegen bleibt bei WM-Frage vorsichtig: Gesundheit steht im Mittelpunkt
Marc-André ter Stegen hat in einem aktuellen Interview seine Aussichten auf eine Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 deutlich gedämpft. Der erfahrene Torwart der deutschen Nationalmannschaft betonte nachdrücklich, dass seine körperliche Verfassung nach einer schweren Oberschenkelverletzung absolute Priorität genießt und eine endgültige Entscheidung über ein mögliches WM-Engagement erst zum Abschluss der laufenden Saison getroffen werden kann.
Verletzung und Genesung bestimmen den Zeitplan
„Im Augenblick bin ich noch meilenweit von einer Rückkehr auf das Spielfeld entfernt. Zwar fühle ich mich allmählich besser, aber wir müssen alles daran setzen, dass ich vollständig gesund werde“, erklärte ter Stegen in der Sendung „FanZone“ des Senders 3Cat. Der 33-jährige Schlussmann fügte mit ernstem Unterton hinzu: „Erst am Ende der Spielzeit werden wir erkennen, ob ich tatsächlich die Möglichkeit habe, aber die Situation gestaltet sich äußerst schwierig. Bei dieser Art von Verletzung ist man üblicherweise noch für eine längere Zeit außer Gefecht gesetzt.“
Damit stellte ter Stegen klar, dass er keinesfalls eine voreilige Rückkehr anstrebt oder unnötige Risiken eingehen wird. „Ich werde auf gar keinen Fall etwas erzwingen, denn die Gesundheit ist und bleibt das Allerwichtigste“, unterstrich der Torhüter. Gleichzeitig räumte er ein: „Der Wunsch, bei einer Weltmeisterschaft mitzuwirken und dieses einzigartige Erlebnis zu erfahren, ist natürlich enorm. Allerdings muss ich realistisch bleiben und die Wahrscheinlichkeit dafür ist derzeit nicht besonders hoch.“
Wechsel zu Girona und Rückschlag
Um dringend benötigte Spielpraxis zu sammeln, hatte sich ter Stegen im vergangenen Winter vom FC Barcelona zum FC Girona transferieren lassen. Doch bereits in seinem zweiten Einsatz für den neuen Klub zog er sich die besagte Oberschenkelverletzung zu und fällt seitdem aus. Dieser Rückschlag kompliziert seine Perspektiven auf eine WM-Teilnahme zusätzlich.
Nagelsmann bestätigt geringe Chancen
Auch Bundestrainer Julian Nagelsmann hat sich jüngst zu den Aussichten von Marc-André ter Stegen geäußert und die Wahrscheinlichkeit einer WM-Nominierung als „sehr, sehr, sehr gering“ eingestuft. Der DFB-Cheftrainer erläuterte, dass er die Tür für den routinierten Torwart „aus purem Respekt ihm gegenüber nicht vollständig verschließen“ wolle. Allerdings müsse bei ter Stegen die Gesamtsituation berücksichtigt werden, die durch die Verletzung und den langen Ausfall geprägt ist.
Ter Stegen selbst zeigte sich gelassen angesichts der ungewissen Zukunft: „Es müssen viele verschiedene Faktoren zusammenpassen, und ich respektiere jede Entscheidung, die letztlich getroffen wird. Ich bleibe ganz entspannt. Wir verfügen über ein fantastisches Team, das mit vollem Einsatz um alles kämpfen wird.“ Seine Aussagen machen deutlich, dass für den Nationaltorhüter der Weg der vollständigen Genesung eindeutig vor sportlichen Ambitionen steht.



