Terminkollision droht: Kann 1860 München den großen Erfolgs-Stress meistern?
Terminkollision droht: 1860 München im Erfolgs-Stress

Terminkollision droht: Kann 1860 München den großen Erfolgs-Stress meistern?

Die Termine stehen bereits im Kalender von Markus Kauczinski, doch eine kurios anmutende Terminkollision könnte den Cheftrainer des TSV 1860 München in Atem halten. Während seine Frau Christiane nach Urlaubsplänen fragt, hat der Trainer andere Prioritäten: „Meine Frau fragt schon immer: ‘Wann ist Urlaub?’ Aber die Termine stehen schon in meinem Kalender“, scherzte Kauczinski gegenüber der AZ und verwies auf ein ambitioniertes Szenario.

Die große Rechnung: Pokal und Aufstieg im Visier

Das mögliche Szenario, das Kauczinskis Urlaubspläne durchkreuzen könnte, ist komplex und vielversprechend zugleich. Am Samstag steht das entscheidende Totopokal-Halbfinale gegen den SSV Jahn Regensburg an. Ein Sieg würde nicht nur den Einzug ins Finale bedeuten, sondern auch die Chance auf den lukrativen DFB-Pokal wahren. Allein die Teilnahme an der ersten Runde des DFB-Pokals würde über 200.000 Euro in die klammen Kassen des Vereins spülen.

Parallel dazu schwebt über dem Verein die Möglichkeit einer Relegation. Sollte 1860 den dritten Platz in der 3. Liga erreichen, müsste der Verein am 22. und 26. Mai 2026 gegen den Tabellensechzehnten der 2. Liga antreten. Allerdings ist dieser Traum nach der jüngsten 1:2-Niederlage gegen den MSV Duisburg und dem aktuellen siebten Tabellenplatz in weitere Ferne gerückt.

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Kauczinskis Motivation: Tattoo-Versprechen und Revanche

Markus Kauczinski lässt sich von Rückschlägen nicht entmutigen. In einem Interview mit Sport1 gab der bisher untätowierte Trainer sogar ein Tattoo-Versprechen ab, um seinen Glauben an den Erfolg zu unterstreichen. „Ich habe das gesagt, weil ich immer noch glaube, dass was geht! Wir haben, seit ich hier bin, schon zwei Serien gestartet“, erklärte Kauczinski.

Besondere Motivation zieht der Trainer aus der bitteren 0:4-Niederlage im Ligaspiel gegen Regensburg. „Regensburg ist eine kompakte Mannschaft, die uns vom Tempo her fordert und als Team homogen und geschlossen auftritt“, lobte Kauczinski den Kontrahenten, fügte aber entschlossen hinzu: „Unser Anspruch ist, zu zeigen, dass wir es besser können als im Ligaspiel. Es war die schlechteste Saisonleistung, die wir geboten haben.“

Mögliche Terminkollision und Verschiebung des Pokalfinals

Sollte 1860 sowohl das Totopokal-Finale erreichen als auch die Relegation bestreiten müssen, droht eine Terminkollision. Das Totopokal-Finale ist für den 23. Mai 2026 angesetzt, genau zwischen den beiden Relegationsspielen. Nach Informationen der AZ würde in diesem Fall wahrscheinlich das Pokalfinale nach hinten verschoben werden.

Im Totopokal-Finale könnte 1860 auf die Würzburger Kickers treffen, gegen die der Verein 2020 seinen einzigen Totopokal-Triumph im Elfmeterschießen errang. Ein gutes Omen für die Münchner, die nach der Duisburg-Niederlage im Aufstiegskampf unter Druck stehen. „Es war erwartbar, dass wir irgendwann wieder verlieren. Die Frage ist nur, wie wir da rauskommen“, so Kauczinski.

Für den TSV 1860 München steht also viel auf dem Spiel. Der Verein muss im Pokal wie in der Liga überzeugen, um sowohl finanzielle als auch sportliche Ziele zu erreichen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Kauczinski tatsächlich bis Ende Mai auf Urlaub verzichten muss – oder ob die große Rechnung am Ende doch aufgeht.

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