Werders Stürmersuche: Thioune beerdigt Füllkrug-Hoffnung
Die Hoffnung auf eine Rückkehr von Niclas Füllkrug zu Werder Bremen ist endgültig begraben. Trainer Ole Werner stellte klar, dass der Nationalstürmer für den Klub finanziell nicht darstellbar ist. „Niclas ist ein fantastischer Spieler, aber wir müssen realistisch sein. Seine Gehaltsvorstellungen und die Ablösesumme liegen außerhalb unseres Rahmens“, sagte Werner auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den FC Augsburg.
Finanzielle Hürden zu hoch
Füllkrug, der im Sommer 2023 für rund 15 Millionen Euro zu Borussia Dortmund wechselte, verdient beim BVB schätzungsweise 6 Millionen Euro pro Jahr. Eine Rückkehr zu Werder, wo er 2022/23 mit 16 Toren Torschützenkönig wurde, scheiterte an den finanziellen Rahmenbedingungen. „Wir haben andere Prioritäten. Wir müssen den Kader breiter aufstellen, nicht nur einen Star verpflichten“, ergänzte Sportchef Clemens Fritz.
Alternative Stürmer im Fokus
Werder sucht nun nach günstigeren Alternativen. Im Gespräch sind unter anderem Stürmer aus der 2. Bundesliga oder dem Ausland. „Wir arbeiten intensiv daran, einen Stürmer zu holen, der uns sofort hilft“, so Fritz. Der Klub hat laut Medienberichten ein Budget von maximal 3 Millionen Euro für einen Neuzugang. „Wir müssen kreativ sein. Vielleicht leihen wir einen Spieler aus oder verpflichten einen ablösefreien Stürmer“, sagte Werner.
Füllkrug-Transfer damals ein schwerer Schlag
Der Abgang von Füllkrug im vergangenen Sommer war für Werder ein schwerer Schlag. Der Stürmer erzielte in der Vorsaison 16 Tore und war maßgeblich am Klassenerhalt beteiligt. „Seine Tore haben uns gerettet. Aber wir haben uns bewusst für einen Transfer entschieden, weil wir das Geld brauchten“, erklärte Fritz. Der Erlös aus dem Verkauf half, andere Positionen zu verstärken. „Wir haben in Dawid Kownacki und Naby Keita investiert. Das war die richtige Entscheidung“, so Fritz.
Aktuelle Sturmprobleme bei Werder
In der laufenden Saison hat Werder Probleme im Angriff. Nach 10 Spieltagen stehen nur 12 Tore zu Buche. Die Stürmer Marvin Ducksch und Dawid Kownacki kommen zusammen auf lediglich vier Treffer. „Wir brauchen mehr Durchschlagskraft. Aber wir müssen geduldig sein. Die Mannschaft ist neu zusammengestellt“, mahnte Werner. Der Trainer setzt auf das System mit zwei Spitzen: „Wir arbeiten daran, dass die Abläufe besser werden. Die Jungs sind fleißig, aber es fehlt die letzte Konsequenz.“
Zukunft ohne Füllkrug
Werder Bremen hat sich endgültig von der Idee einer Füllkrug-Rückkehr verabschiedet. „Wir müssen nach vorne schauen. Niclas hat seinen Weg gemacht, wir unseren“, sagte Werner. Der Klub konzentriert sich nun auf die Entwicklung eigener Talente und günstige Transfers. „Wir haben ein gutes Scouting. Es gibt viele interessante Spieler auf dem Markt“, so Fritz. Die Verantwortlichen sind zuversichtlich, bis zur Winterpause einen neuen Stürmer präsentieren zu können.



