Trainer-Ära endet vorzeitig: Volkan Uluc verlässt FC Carl Zeiss Jena im Sommer
Trainer Uluc verlässt FC Carl Zeiss Jena vorzeitig

Trainer-Ära endet vorzeitig: Volkan Uluc verlässt FC Carl Zeiss Jena im Sommer

Ein echter Paukenschlag beim Traditionsklub FC Carl Zeiss Jena: Wie exklusiv bekannt wurde, wird Trainer Volkan Uluc den Thüringer Fußballverein bereits zum Ende der laufenden Saison verlassen. Der 56-jährige Berliner und der Verein haben sich auf eine vorfristige Auflösung seines Arbeitsvertrages verständigt, der eigentlich noch bis 2027 lief.

Differenzen über den sportlichen Weg

Die Hintergründe der überraschenden Trennung liegen in unterschiedlichen Auffassungen über die zukünftige Ausrichtung des Vereins. Während die Vereinsführung den Fokus klar auf die Ausbildung eigener Talente legt und den unmittelbaren sportlichen Erfolg hinten anstellt, verfolgte Uluc eine ambitioniertere Strategie. Der Trainer drängte auf einen schnelleren Weg zurück in die 3. Liga und setzte sich für entsprechende Maßnahmen ein.

Konkrete Konfliktpunkte waren unter anderem Ulucs Wunsch nach einem Wintertrainingslager sowie seine Bemühungen, Spieler wie den aus Kanada neu verpflichteten Nicolas Wähling nach Jena zu holen. Zuletzt gerieten auch die Verhandlungen mit Marius Liesegang und Maurice Hehne ins Stocken, da die Klub-Verantwortlichen den Personaletat für die kommende Saison noch nicht finalisiert hatten. Bei Liesegang deutet sich mittlerweile sogar ein Abschied an.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Zweite Amtszeit endet vorzeitig

Für Volkan Uluc bedeutet dies das Ende seiner zweiten Amtszeit beim FC Carl Zeiss Jena. Bereits zwischen 2014 und 2016 trainierte er die Thüringer, wurde damals jedoch Opfer eines Machtkampfes zwischen Geschäftsführung und Präsidium. Interessanterweise legte Uluc in jener Zeit das sportliche Fundament für den späteren Aufstieg in die 3. Liga unter seinem Nachfolger Mark Zimmermann.

Die aktuelle Situation erinnert frappierend an die Zeit von Trainer René Klingbeil, der in Jena ebenfalls an der unterschiedlichen Zielsetzung zwischen ambitioniertem sportlichem Erfolgsstreben und dem Nachwuchskonzept des Vereins scheiterte.

Ausblick auf die Zukunft

Ulucs letztes Spiel auf der Trainerbank des FCC wird das Pokalfinale gegen den ZFC Meuselwitz am 23. Mai sein. Das 1:0 gegen Luckenwalde war bereits sein 100. Spiel an der Seitenlinie des Traditionsvereins. Die Perspektive, mittelfristig in der vierten Liga zu verbleiben, stellt für viele Beteiligte eine Herausforderung dar.

Spannend bleibt die Frage nach der Nachfolge. Mark Zimmermann, unter dem der Aufstieg in die 3. Liga gelang, steht ab Sommer wieder zur Verfügung und könnte eine Option für den vakanten Posten sein. Der FC Carl Zeiss Jena steht damit vor einer wichtigen Weichenstellung für die kommenden Jahre.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration