Tuchel rechnet nach England-Dämpfer mit deutschem Schiedsrichter Jablonski ab
Tuchel rechnet nach England-Spiel mit Schiedsrichter ab

Tuchel rechnet nach England-Dämpfer mit deutschem Schiedsrichter ab

DFB-Schiedsrichter Sven Jablonski hat sich beim Freundschaftsspiel zwischen England und Uruguay den Zorn von Nationaltrainer Thomas Tuchel zugezogen. Der 35-Jährige sorgte mit umstrittenen Entscheidungen für Aufsehen und erntete scharfe Kritik vom englischen Teamchef.

Zwei Gelbe Karten für denselben Spieler

In der 81. Minute des Spiels, das 1:1 endete, zeigte Jablonski dem uruguayischen Spieler Manuel Ugarte eine Gelbe Karte wegen Meckerns. Das Problem: Ugarte hatte bereits in der 61. Minute für ein hartes Foul Gelb gesehen. Dennoch blieb der Uruguayer auf dem Platz und wurde lediglich von Trainer Marcelo Bielsa ausgewechselt.

Nach dem Spiel erklärte der vierte Offizielle, dass die zweite Gelbe Karte zurückgenommen worden sei. Im offiziellen Spielbericht wurde später vermerkt, dass die erste Verwarnung eigentlich Ugartes Teamkamerad Jose Maria Gimenez gegolten habe.

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Tuchels scharfe Kritik

Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel ließ kein gutes Haar an der Schiedsrichterleistung: „Ich habe nicht mit ihm geredet, ich wollte nicht. Das war überhaupt keine gute Leistung während des gesamten Spiels.“ Der 52-Jährige kritisierte besonders zwei Situationen:

  • Ein Foul von Ronald Araujo an Phil Foden, das keine Rote Karte zur Folge hatte
  • Den späten Ausgleichstreffer von Uruguay, den Tuchel als „sehr, sehr schmeichelhaft“ bezeichnete

Englands Abwehrspieler Harry Maguire ergänzte: „Eine klare Rote Karte. Solche Fouls dürfen niemals ohne Rote Karte bleiben.“

Erinnerungen an WM 2006

Die Situation mit den beiden Gelben Karten für denselben Spieler erinnerte viele englische Fans an die Weltmeisterschaft 2006. Damals zeigte der englische Schiedsrichter Graham Poll im Spiel Kroatien gegen Australien dem kroatischen Spieler Josip Simunic sogar drei Gelbe Karten, bevor er ihn schließlich vom Platz stellte.

Sportliche Sorgen vor der WM

Neben der Schiedsrichterkritik bereitet Tuchel auch die sportliche Leistung seiner Mannschaft Sorgen. Die „Three Lions“ präsentierten sich gegen Uruguay ziemlich zahnlos und hätten in der Nachspielzeit beinahe sogar noch das 1:2 kassiert. Wenige Monate vor der Weltmeisterschaft experimentiert Tuchel weiter mit seiner Aufstellung – so debütierte Everton-Star James Garner im Nationaltrikot.

Die gemischten Eindrücke aus dem Testspiel zeigen, dass der englische Fußballverband noch einige Baustellen zu bearbeiten hat, bevor die Weltmeisterschaft beginnt. Die Kritik am deutschen Schiedsrichter dürfte dabei nur ein Teil der Probleme sein, mit denen sich Tuchel und sein Team auseinandersetzen müssen.

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