Tuchel wütend über deutschen Schiedsrichter nach WM-Test: "Gebrauchter Tag"
Tuchel wütend über deutschen Schiedsrichter nach WM-Test

Tuchels Frust nach WM-Vorbereitungsspiel: Deutscher Schiedsrichter im Fokus

Der erste WM-Test der englischen Fußball-Nationalmannschaft in diesem Jahr entwickelte sich zu einem denkwürdigen Abend voller Diskussionen. Das 1:1 (0:0) gegen Uruguay im Londoner Wembley-Stadion war weniger durch spektakulären Fußball geprägt, sondern vielmehr durch mehrere umstrittene Schiedsrichterentscheidungen, die Trainer Thomas Tuchel nachhaltig verärgerten.

Tuchel vermeidet Gespräch mit Schiedsrichter Jablonski

Der aufgebrachte Bundestrainer sprach nach dem Spiel bewusst nicht mit dem deutschen Unparteiischen Sven Jablonski. "Ich habe nicht mit ihm geredet, ich wollte nicht. Das war überhaupt keine gute Leistung während des gesamten Spiels", kritisierte Tuchel deutlich. Seine umgebauten "Three Lions" hatten in der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft 2026 einen denkwürdigen Auftritt hingelegt, der vor allem durch schiedsrichterliche Kontroversen geprägt war.

Drei umstrittene Szenen sorgen für Aufregung

Tuchel führte drei konkrete Situationen an, die seinen Unmut hervorriefen:

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  1. Ungestraftes Tackling: Ein Tackling mit offener Sohle des uruguayischen Verteidigers Ronald Araujo gegen Phil Foden zu Beginn der zweiten Halbzeit blieb ohne Konsequenzen. Foden musste wenige Minuten später verletzungsbedingt ausgewechselt werden.
  2. Verwirrung um Gelbe Karten: Der Uruguayer Manuel Ugarte erhielt laut TV-Bildern in der 70. Minute eine Gelbe Karte, elf Minuten später folgte eine weitere Verwarnung. Später stellte sich heraus, dass die erste Karte zurückgenommen worden war.
  3. Spät entschiedener Elfmeter: In der Nachspielzeit verschuldete Ben White mit einem Foul an Federico Viñas einen Strafstoß, den Federico Valverde nach VAR-Einsatz zum 1:1-Endstand verwandelte.

Kritik am VAR-System

Besonders verwundert zeigte sich Tuchel über den selektiven Einsatz des Videoschiedsrichters. "Ich war überrascht, dass der VAR überhaupt im Einsatz ist, denn ich dachte, er funktioniert nicht", so der Trainer. "Das Foul an Phil Foden wurde nicht einmal überprüft, das Foul an Noni Madueke auch nicht. Und dann wurde plötzlich dieser Fall überprüft." Seine abschließende Bewertung des Schiedsrichterleistung fiel deutlich aus: "Okay, ein gebrauchter Tag."

Spieler äußern sich kritisch

Auch Englands Innenverteidiger Harry Maguire zeigte sich enttäuscht von den Schiedsrichterleistungen. "Man sieht nicht oft, dass solche Tacklings keine Rote Karte nach sich ziehen", wunderte er sich. "Es sind nur noch ein paar Monate bis zur Weltmeisterschaft, und wir haben Schiedsrichter, die solche Tacklings zulassen. Das ist enttäuschend."

Die englische Nationalmannschaft muss die Kontroversen nun hinter sich lassen, denn am Dienstag steht bereits das nächste Testspiel auf dem Programm. Gegner ist dann Japan, wobei Tuchel hoffen wird, dass dabei der Fußball und nicht erneut schiedsrichterliche Entscheidungen im Mittelpunkt stehen.

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