Der tunesische Fußballverband hat am Dienstagmorgen die Trennung von Nationaltrainer Sabri Lamouchi bekannt gegeben. Der Franzose Hervé Renard solle als Nachfolger das Nationalteam für das restliche Turnier anführen, zitierte das staatliche Fernsehen den Verbandspräsidenten Moez Nasri. Damit war das 1:5 im WM-Auftaktspiel in Monterrey gegen Schweden das letzte Spiel als Nationaltrainer für Lamouchi.
Kurioser Trainerwechsel während der WM
Das tunesische Fernsehen berichtete, dass Lamouchi das Quartier der Nationalmannschaft in Mexiko verlassen habe, nachdem man sich auf die Beendigung des Vertragsverhältnisses geeinigt hatte. Kurios: Tunesien stellt damit bereits zum zweiten Mal seinen Trainer während einer laufenden WM frei. 1998 musste Henryk Kasperczak nach zwei Niederlagen in der Gruppenphase gehen.
Bilanz von Lamouchi enttäuschend
Seit der Verpflichtung von Lamouchi als Nationaltrainer Tunesiens im Januar dieses Jahres hatte es nur einen Sieg beim 1:0 gegen Haiti gegeben. In der Vorbereitung auf die WM verlor das Team des früheren französischen Nationalspielers mit 0:1 gegen Österreich sowie bei der Generalprobe mit 0:5 gegen Belgien.
Renard bringt viel Erfahrung mit
Der 57 Jahre alte Renard war zuletzt als Trainer Saudi-Arabiens tätig. Er besitzt bereits einige Erfahrung als Coach afrikanischer Nationalteams und führte Sambia sowie die Elfenbeinküste zum Afrika-Cup-Titel. Die französische Nationalmannschaft der Frauen hat er ebenfalls trainiert. Es wird erwartet, dass Renard zeitnah im Teamcamp eintrifft, um die Vorbereitung auf das zweite Spiel gegen Japan am Sonntag (MESZ) zu übernehmen.
In den verbleibenden beiden WM-Vorrundenspielen steht Tunesien gegen Japan und gegen die Niederlande in der Gruppe F stark unter Druck.



